hauptmotiv

Rosch Haschana

Grußwort des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier

Ich grüße Sie herzlich zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana. Mit ihm beginnen die zehn ehrfurchtsvollen Tage, Tage der Rechenschaft und des Gebets. Die jüdische Gemeinschaft schaut zurück auf Vergangenes und blickt in die Zukunft.

Der Beginn eines neuen Jahres ist für uns alle Anlass zu fragen: Was ist uns gelungen, was nicht? Und was wünschen wir uns und anderen für das kommende Jahr?

Ich bicke dankbar zurück auf Begegnungen mit der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland: Wir haben gemeinsam Chanukka-Lichter entzündet. Kinder eines jüdischen Kindergartens haben mich im Schloss Bellevue besucht. Und ich denke an das 40jährige Bestehen der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, das wir gemeinsam feiern konnten. All das sind Zeichen der Versöhnung und Versprechen auf Zukunft für uns alle.

Ich bin dankbar dafür, dass die jüdische Gemeinschaft in Deutschland uns bereichert. Doch mein Rückblick auf dieses Jahr ist nicht ungetrübt. Rabbiner wurden auf offener Straße angegriffen. Die wachsende Zahl antisemitischer Übergriffe in unserem Land entsetzt mich ebenso wie die große Mehrheit der Menschen in unserem Land. Wir wollen ein starkes und selbstbewusstes jüdisches Leben in unserem Land. Wer es angreift oder beleidigt, greift uns alle an.

Anita Lasker-Wallfisch, die die Schoa überlebte und erst vor wenigen Wochen mit dem Nationalpreis ausgezeichnet wurde, hat ihre Dankesrede mit einem eindrücklichen Appell an unsere Verantwortung verbunden: Wir müssen dem Antisemiitismus entgegentreten, wo immer er uns begegnet.

Und wir werden ihm entgegentreten! Mit dem wiederauflebenden Antisemitismus werden wir uns niemals abfinden. Ihn werden wir bekämpfen - in unserem Land ebenso wie als Europäer in Europa. Das jüdische Leben in unserem Land zu schützen, ist für uns eine Frage der Selbstachtung.

Ich wünsche Ihnen und uns ein gutes und friedvolles gesegnetes Neues Jahr.
Schana tova!
Frank-Walter Steinmeier




Artikelarchiv >>
Rabbiner & RabbinerinnenStrömungenPositionenBet DinPublikationenLinksImpressum
Bookmark für: Facebook
Home
logo der allgemeinen rabbinerkonferenz

© Allgemeine Rabbinerkonferenz
Meldungen

Stunde Null

Rosch Haschana 5787

von Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck, Vorsitzende der ARK

In Zeiten, in denen unsere freiheitliche Grundordnung in Bedrängnis gekommen ist, könnte die Frage, warum wir Juden im siebten Monat den neuen Jahresanfang feiern, aufschlussreich...

Lesen Sie mehr...

Wie kommt ein Jude in den Himmel?


Paraschat Haschawua

LECH LECHA

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Held des Glaubens

Awrahams besonderer Charakter trug dazu bei, dass der Ewige ihn zum Vater vieler Völker erwählte

Mit dem Zuruf »Lech lecha!« legt Gott den Grundstein für seinen Bund mit Israel und bestimmt Awraham »zum Vater vieler Nationen« (1. Buch Mose 17,5). Und so berufen sich heute Judentum, Christentum und Islam, die drei großen...

23.10.2026   Lesen Sie mehr...