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Zum Anschlag auf Kloster in Israel

Pressemitteilung

Mit Bestürzung hat die Allgemeine Rabbinerkonferenz (ARK) auf den mutmaßlichen Brandanschlag auf das deutsche Benediktiner-Koster Taghba am See Genezareth reagiert. Das Kloster ist in jüngster Zeit wiederholtes Angriffsziel von radikal-religiösen Israelis geworden. Ob es sich auch diesmal um jüdische Täter handelt, ist noch unklar. Zwei Personen erlitten Rauchverletzungen. Außerdem haben die Täter Sätze aus dem Alenu-Gebet auf die Mauern des Klosters geschmiert.

Das Vorstandsmitglied der Allgemeinen Rabbinerkonferenz, Rabbiner Jonah Sievers (Berlin), betonte, dass Angriffe gegen Angehörige anderer Religionen dem Geist des Judentums widersprechen. Gerade das Alenu-Gebet enthalte die endzeitliche Vision, in der alle Religionen sich gegenseitig respektieren, indem sie Gottes Herrschaft anerkennen.

Derzeit befindet sich eine Delegation von liberalen und orthodoxen Rabbinern aus Deutschland in Israel. Sie begleitet den Aachener Bischof Heinrich Musinghoff auf einer Studienreise. Musinghoff leitet die Kommission „Fragen des Judentums“ in der Deutschen Bischofskonferenz.

18.6.2015

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