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Archiv - Paraschat Haschawua


KORACH

Wider den Bösen Blick

An diesem Schabbat wird in der jüdischen Gemeinde zu Delmenhorst die erste Bar Mizwa seit der Schoa gefeiert. Mit der Bar oder Bat Mizwa wird ein Jugendlicher vollwertiges Mitglied der Gemeinde. In den größeren jüdischen Gemeinden ist das schon keine Seltenheit mehr, aber in einer kleinen Gemeinde wie Delmenhorst brauchte es Zeit, um das jüdische Leben wieder aufzubauen. Die Bnej Mizwa, Benjamin und David, die dann zum ersten Mal in ihrem Leben dazu aufgerufen...

23.06.2017   Lesen Sie mehr...

SCHELACH LECHA

Was "glaubst" du?

Derzeit läuft in der ARD die Themenserie zur Frage: Was glaubst du?

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Als Rabbinerin werde ich natürlich immer wieder auf meinen „jüdischen Glauben“ hin befragt. Tatsächlich aber haben die meisten Juden Probleme mit dem Wort „Glaube“. Auch für mich ist es ein Wort, das mir unter Juden so gut wie nicht über die Lippen kommt. Es ist zu christlich besetzt – es klingt zu...

23.06.2017   Lesen Sie mehr...

BEHA'ALOTCHA

Was war Mirjams Sünde?

Auslegung von Rabbiner Wolff

Sehr, sehr böse war Gott in der morgigen Torah-Vorlesung mit Mirjam, der Schwester seines treuen Dieners Moses. Denn sie hatte sich gegen Moses und seine neue Frau gewandt.

Also was hatte sie sich denn genau zu Schulde kommen lassen? Hat sie nur kritisch geredet, so wie viele von uns reden, wenn ein älterer Herr sich eine zweite oder sogar dritte jüngere Frau nimmt? Der alte Bock, sagen wir, oder was auch immer.

16.06.2017   Lesen Sie mehr...

NASSO

Die älteste Bracha

Birkat haKohanim - Was die Weisen über den Priestersegen sagen

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Der Priestersegen ist ein Relikt aus dem Tempelkult und zählt zu den Bestandteilen des ständigen Opfers (korban hatamid). Die Priester sprachen ihren Segen jeden Tag am Morgen und in der Abenddämmerung vor dem Brandopfer. In der Zeit der Amoräer nannte man den Platz, auf dem die Priester standen und das Volk segneten, Duchan. Dieser...

09.06.2017   Lesen Sie mehr...

BAMIDBAR

Zahlenmanie

Auslegung von Rabbiner Brandt

An diesem Schabat beginnen wir das vierte Buch Moses zu lesen, dass zwar in Hebräisch „Bamidbar“ - „In der Wüste“ - genannt wird, aber dem des Hebräischen nicht kundigen besser als das Buch „Numeri“, das Buch der Zahlen bekannt ist. Diese Benennung ist leicht erklärbar, erzählen doch die ersten Kapitel dieses Buches von der Zählung, dem Zensus der Kinder Israel in der...

02.06.2017   Lesen Sie mehr...


BEHAR - BECHUKOTAI

Erholung für das Land

Die Tora fordert, achtsam mit der Schöpfung umzugehen. Alle sieben Jahre soll der Boden ruhen

Auslegung von Rabbinerin Deusel

Sieben ist die Vollendung, acht ist der Neubeginn, so lehrt es uns die jüdische Mystik. Sieben Tage der Schöpfung – sechs Tage des Schaffens, der siebte ein Tag der Ruhe, geheiligt vom Ewigen selbst. So wie der siebte Tag der Woche ein Ruhen zur Ehre des Ewigen ist, so ist auch das siebte Jahr ein Ruhe-Jahr dem Ewigen.
26.05.2017   Lesen Sie mehr...

EMOR

Modernes Rechtsverständnis

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

„Ein Mensch, der einen anderen verletzt. So wie er getan hat, so soll mit ihm geschehen „Auge um Auge, Zahn um Zahn“.

Es gibt wohl keine andere Stelle in der Tora, die heute einen so starken negativen Reflex auslöst, wie dieses sogenannte ‚lex talionis‘. Hier entspricht die dem Täter zugedachte Strafe genau dem von ihm angerichteten Schaden. Das, was dem Gerechtigkeitsempfinden Vieler zu allen...

19.05.2017   Lesen Sie mehr...

BO

Gott ist nicht der Verursacher des Unglücks

Auslegung von Rabbiner Lengyel

Der morgige Wochenabschnitt „Bo“, auf Deutsch „tritt ein“, beschäftigt sich mit dem Pessachfest. Nun es ist zu früh, über Pessach, das erst Anfang April beginnt, zu sprechen.

In der vergangenen Woche lasen wir über die ersten sieben Plagen, jetzt geht es um weitere Plagen und die letzten Auseinandersetzungen von Moses mit Pharao vor dem Auszug der Kinder Israel aus Ägypten.

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12.05.2017   Lesen Sie mehr...

ACHAREI MOT - KEDOSCHIM

Heiligkeit

Auslegung von Rabbiner Andreas Nachama

Aus kalendarischen Gründen werden in diesem Jahr zwei Wochenabschnitte an einem Schabbat zusammen gelesen. In anderen Jahren können sie zuweilen auch jeder für sich allein stehen. Nicht nur, weil beide Abschnitte hintereinander stehen, sondern auch inhaltlich gibt es Bezüge.
Wir lesen in Acharej Mot (3. Buch Moses 16,6), der Priester versöhne das Heiligtum wegen der Übertretungen des Volkes in allen ihren...

12.05.2017   Lesen Sie mehr...

TASRIA - MEZORA

Außen und Innen

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Die große Frage ist: Kann man von außen sehen, was in einer Person vorgeht? Menschen haben viele Möglichkeiten, ihre echten Gefühle zu tarnen und zu verleugnen – und zwar nicht nur professionelle Schauspieler, die dafür trainieren. Ist ein Lächeln immer ein echtes Lächeln? Sind Leute, die ein sorgloses Gesicht zeigen, wirklich so sorglos und froh, wie sie wirken wollen? Wie wir wissen, kann man vieles...

05.05.2017   Lesen Sie mehr...

SCHMINI

Null Promille

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Eine Katastrophe ist passiert. Zwei Söhne von Aharon, dem Priester, haben einen Fehler gemacht – sie sind unaufgefordert ins heilige Stiftzelt gekommen, sie haben ‚fremdes Feuer‘ hineingebracht und plötzlich selbst Feuer gefangen… Ihre verkohlten Leichen liegen jetzt im Heiligtum, alle Anwesenden stehen unter Schock. Es ist ein ‚Betriebsunfall‘- gleichzeitig aber auch mehr. Es ist wie ein Unfall in...

28.04.2017   Lesen Sie mehr...

SCHABBAT HAGADOL

Erwachsen werden

Auslegung von Rabbiner Sievers

Der letzte Schabbat vor Pessach heißt Schabbat HaGadol, der große Schabbat. Aber warum? Was ist das besondere an diesem Schabbat? Warum ist nicht auch der Schabbat vor Schawuot, Sukkot und Rosch Haschana mit einem besonderen Namen ausgestattet?

Hierfür gibt es viele Erklärungen.

Gemäß der Tradition im Traktat Schabbat 87b war der 15. Nissan, der Tag des Auszugs aus Ägypten, ein...

21.04.2017   Lesen Sie mehr...

WAJIKRA

Übers Ziel hinaus

Jede Gesellschaft braucht Regeln. Doch wer übertreibt, setzt sie außer Kraft

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

An diesem Schabbat beginnen wir die Lesung des dritten Buches der Tora, Wajikra. In Schemot, dem zweiten Buch, haben wir vom Auszug aus Ägypten gelesen, von der Gabe der Tora und dem Bau des Stiftszeltes, des tragbaren Tempels für die Wüstenwanderung. Nun geht es darum, was in diesem mobilen Heiligtum passieren soll. Wie meistens in...

07.04.2017   Lesen Sie mehr...

KI TISSA

Zum Greifen nah

Das Volk schuf das Goldene Kalb, weil es sich nach einem sichtbaren Gott sehnte

Auslegung von Rabbiner Pal

Der letzte Teil des Buches Exodus beschäftigt sich vorrangig mit der Frage, wie die Beziehung zwischen den Menschen und Gott aufgebaut ist. Die Antwort darauf beginnt bereits im vorletzten Wochenabschnitt Teruma.

Der beschreibt die komplizierte Konstruktion des Mischkan, eines tragbaren, zeltartigen Heiligtums. Der Mischkan soll das spirituelle...

31.03.2017   Lesen Sie mehr...

SCHABBAT SACHOR

Amalek in der Gegenwart

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Heute ist ein besonderer Schabbat – es ist der Schabbat vor Purim. Man nennt ihn „Schabbat Sachor“ – was so viel heißt wie ein „Schabbat zum Thema ‚Erinnere dich!‘“ Man liest an diesem Tag zusätzlich zur normalen Tora-Lesung noch die Verse aus dem Buch Deutronomium:
„Erinnere dich, was dir Amalek angetan hat, auf dem Wege als du aus Ägypten auszogst, wie er dir...

17.03.2017   Lesen Sie mehr...

TRUMA

Gebt, was ihr könnt!

Für den Bau des Heiligtums musste jeder im Volk aufkommen – ohne Zwang ging das nicht

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Öffentliche Bauten erzeugen immer wieder leidenschaftliche Debatten. In Deutschland sind gerade die Hamburger Elbphilharmonie und der Stuttgarter Hauptbahnhof Beispiele dafür. Manchmal dreht sich die Diskussion um das Aussehen eines Gebäudes, manchmal wird ihm überhaupt jeder echte Nutzen abgesprochen, und...

10.03.2017   Lesen Sie mehr...

MISCHPATIM

Fasse Dein Gebet kurz

Wann ist es angemessen zu beten, und wann sollen wir nicht beten, sondern handeln? Diese Frage passt gut zu unserem Wochenabschnitt.

Auslegung von Rabbiner Alter

Maimonides hat festgestellt, dass hier die biblische Quelle für das Gebet zu finden sei: "Und dienen sollt Ihr dem Herren, Eurem G"tt ."

Vor zwei Wochen haben wir aus der Tora gehört, wie das Volk Israel sich in Gefahr befand. Hinter Ihnen jagten die Ägypter her und...

03.03.2017   Lesen Sie mehr...

JITRO

Falscher Führer

Es ist verboten, alle Hoffnung und Zuversicht in einen Menschen zu setzen

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Die »Zehn Gebote« kennt jeder. Doch die Rabbinen hatten etliche Probleme mit diesem Begriff, der auf Hebräisch »Asseret HaDibrot« heißt, »die zehn Wörter«. In vielen Gemeinden wurde entschieden, nicht aufzustehen, wenn sie gelesen werden. Man wollte nicht den falschen Eindruck erwecken, diese zehn seien die...

24.02.2017   Lesen Sie mehr...

BESCHALACH

Noch nicht reif

Warum der Ewige den Kindern Israels die neu gewonnene Freiheit zum Teil wieder wegnahm

Auslegung von Rabbiner Ronis

Wer Kinder beim Spielen beobachtet, der sieht, was es heißt, sich zu konzentrieren: Sie versinken für Stunden in ihrer Welt, und nichts scheint sie zu stören. Das Gegenteil erleben manchmal wir Erwachsene. Jeder kennt das aus seinem Privat- oder Berufsleben: Eine neue Aufgabe steht an, sie bedarf vieler Überlegungen und Planungen....

17.02.2017   Lesen Sie mehr...

WA'ERA

Bedingung

»Ich bin euer Gott«

Erst wenn das Volk Israel anerkennt, dass der Ewige der Herr ist, darf es das verheißene Land betreten

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Der Abschnitt Waera setzt den Bericht über das Elend der Kinder Israels in Ägypten fort. Das Maß ist voll, Gott mischt sich ein. Er schickt Mosche mit dem Auftrag zum Pharao, das Volk Israel ziehen zu lassen, damit es fortan Gott dienen könne. Dieser Appell...

03.02.2017   Lesen Sie mehr...

WAJECHI

Kleiner Bruder - großes Erbe

Warum Jakow dem jüngeren seiner beiden Enkel die wichtigere Bracha erteilt

Auslegung von Rabbiner Pal

Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt – und nicht, was wir ersehnt haben«, lautet ein Zitat des jüdischen Schriftstellers Arthur Schnitzler (1862–1931). Es ist uns nicht bekannt, worauf genau sich dieses Zitat bezieht, jedoch von seiner Aussagekraft passt es zu Wajechi, dem Toraabschnitt dieser Woche.

Wir sind am...

27.01.2017   Lesen Sie mehr...

WAJIGASCH

Rettung und Vergebung

Auslegung von Rabbiner Sievers

In der heutigen Parascha, im heutigen Wochenabschnit, erreicht die Geschichte um Josef und seine Brüder zweifellos ihren Höhepunkt. Die Lesung der vergangenen Woche endete mit dem Vorwurf Josefs, dass seine Brüder Diebe seien. Ein goldener Kelch wurde seinem jüngsten Bruder untergeschoben. Nachdem dieser Kelch bei Benjamin gefunden wurde, brachte man die Brüder wieder vor Josef, wo Judah für sich und seine Brüder...

13.01.2017   Lesen Sie mehr...

MATTOT - MAASSE

Asylstätten

Auslegung von Rabbiner Sievers

Im zweiten Teil unseres Doppelwochenabschnittes „Mattot-Maase“ lesen wir von der Einrichtung von Asylstätten für Personen, die des Totschlags schuldig geworden sind. Es handelt sich also um Personen, die den Tod einer anderen Person fahrlässig herbeigeführt haben. Für diese Personen, sieht die Torah vor, dass sie in eine der sechs Levitenstädte ziehen und dort bis zum Tod des Hohepriesters verbleiben...

13.01.2017   Lesen Sie mehr...

BAMIDBAR

Die dritte Herausforderung steht noch bevor

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Mit dem Wochenabschnitt Bamidbar beginnen wir die Lesung des vierten Buches der Tora. Das Volk Israel befindet sich am Berg Sinai in der Wüste. Zwei entscheidende Schritte seiner Geschichte liegen nun hinter ihm. Die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten und die Gabe der Tora am Berg Sinai. Ein dritter großer Schritt aber liegt noch vor dem Volk, die Wanderung ins Land Israel. Noch weiß keiner, dass diese Wanderung fast...

13.01.2017   Lesen Sie mehr...

SCHELACH LECHA

Angst ist ein Gift

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Vor vielen Jahren habe ich einmal ein Gelübde abgelegt: mich nie wieder von meiner Angst einschüchtern zu lassen. Diesem Moment ging eine Situation voran, in der ich einen Text von mir öffentlich vorlesen sollte. Ich hatte lange an diesem Text gearbeitet, er enthielt die Quintessenz meiner damaligen Gedanken. Eigentlich war ich stolz auf ihn. Doch dann, als mich die Gesichter jener, vor denen ich nun lesen sollte, so – wie es...

13.01.2017   Lesen Sie mehr...

NIZAWIM

Deutungshoheit

Die Tora ist von Gott gegeben – doch sie auszulegen, bleibt unsere Aufgabe

Auslegung von Rabbinerin Ederberg


Lo Baschamajim hi« – »sie ist nicht im Himmel«, wird in unserer Parascha von der Tora gesagt, »sondern sie ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen, sie zu tun«.

Auf den ersten Blick ist dies eine eindeutige Aussage. Die Tora, Gottes Lebensweisung an uns Juden, ist uns zugänglich. Sie...

13.01.2017   Lesen Sie mehr...

MIKEZ

Oh, wie verführerisch

Die Geschichte von Josef in Ägypten warnt vor der Assimilation

Auslegung von Rabbiner Pal

Als im 19. Jahrhundert die große Auswanderung der Europäer in die USA begann, verfielen auch viele Juden der Idee, in das neue Land, die »Goldene Medine« auszuwandern und dort ihr Glück zu suchen. Aus dieser Zeit stammt der Begriff »Selfmademan«. Er beschreibt eine Person, die den sozialen Aufstieg von ganz unten nach ganz oben...

06.01.2017   Lesen Sie mehr...

MIKEZ

Josef war kein Makkabäer

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Nicht nur ich – auch die anderen jüdischen Kinder hatten jedes Jahr die Chanukka-Geschichte wieder vergessen. Natürlich nicht die berühmte Szene, bei der die Makkabäer im wieder hergerichteten Tempel die Menora, den siebenarmigen Leuchter, anzünden wollten. Sie fanden nur ein einziges Krüglein reinen Öls, das – so die Legende – gerade mal für einen Tag reichte. Doch – es geschah ein...

30.12.2016   Lesen Sie mehr...

WAJESCHEW

Friede, Freude und Kritik

Die Geschichte von Josef und seinen Brüdern zeigt, wie vielstimmig die Tora ist

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Mit dem heutigen Wochenabschnitt beginnt die Josefsgeschichte, die sich über vier Paraschiot bis zum Ende des Buches Bereschit zieht. Sie bildet das Scharnier zwischen der Familiengeschichte Awrahams und Saras, die mit dem Aufbruch ins Land Israel begann, und der Mosesgeschichte, die vom Auszug aus Ägypten erzählt. Mit beiden ist sie...

30.12.2016   Lesen Sie mehr...

WAJISCHLACH

Vorbild großer Bruder

Wie Jakow aus Esaws Geradlinigkeit und Stärke lernen konnte

Auslegung von Rabbiner Ronis

Die Beziehung zwischen Geschwistern ist manchmal sehr ambivalent: mal eine wundervolle und harmonische Symbiose, dann wieder stark von Konkurrenz geprägt. In der jüngeren Geschichte sind solche Zwiste wohlbekannt: Zum Beispiel werden die Gebrüder Dassler sicherlich vielen ein Begriff sein. Die beiden gründeten in den 20er-Jahren in der Waschküche...

28.12.2016   Lesen Sie mehr...

WAJEZE

Die Tiefen der Freundschaft

Auslegung von Rabbiner Wolff

Die Torah enthüllt uns diese Woche wie sich eine Freundschaft entwickelt. Die Freundschaft von der im Abschnitt Wajetze die Sprache ist, entwickelt sich zwischen Jakob und Gott – genau so wie sich eine menschliche Freundschaft zwischen Vettern oder Nachbarn entwickeln kann. Da eben Gott ein Partner in dieser Freundschaft war, war diese besondere freundschaftliche Beziehung von Ehrfurcht gekennzeichnet. Aber die Beziehung hatte eben auch die...

15.12.2016   Lesen Sie mehr...

TOLDOT

Isaaks Angst

Wenn Väter keine Autorität entwickeln

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Isaak ist der Prototyp des schwachen Vaters in der Bibel. Er kann froh sein, dass er eine starke Frau hat – Rebekka. Sie trifft alle Entscheidungen – auch die über die Erbnachfolge. Nicht der ältere Sohn Esau, sondern der jüngere, Jakob, soll den Segen des Erstgeborenen erhalten.
Wir lesen in dem heutigen Wochenabschnitt der Tora, wie sich Jakob, der...

09.12.2016   Lesen Sie mehr...

CHAJE SARA

Sara - die unbekannte Erzmutter

Auslegung von Rabbiner Lengyel

Unserer Wochenabschnitt Chaje Sara, auf Deutsch: das Lebensalter von Sara, beginnt mit einem überraschenden Vers: „Es war das Lebensalter der Sara, hundert Jahre, zwanzig Jahre und sieben Jahre“. Einfacher ausgedrückt: 127 Jahre. Im nächsten Vers erfahren wir, dass Sara stirbt.

Wir müssen uns Mühe geben, um in der Bibel etwas über Sara zu erfahren. Sara war vor allem die Gattin des Erzvaters...

02.12.2016   Lesen Sie mehr...

WAJERA

Güte oder Gewalt

Auslegung von Rabbiner Alter

Warum sind wir eigentlich alle ganz verschieden? Warum haben wir unterschiedliche Talente, verschiedene Fertigkeiten und unterschiedliche Vorlieben?

Weil jeder von uns seinen eigenen Beitrag zu leisten hat. Und es sind unsere einzigartigen Fähigkeiten, die bestimmen, wie dieser Beitrag aussieht, den wir leisten sollten.

Ich erwische mich immer wieder selbst dabei, dass ich mir wünsche, ich könnte singen,...

25.11.2016   Lesen Sie mehr...

LECH LECHA

Reich und einsam

Avram verlässt seine Heimat, bekommt keine Kinder und fängt an zu zweifeln

Auslegung von Rabbinerin Deusel

Der Ewige spricht zu Avram: Geh doch, geh – weg aus deinem Heimatland, weg von deinem Wohnort, weg von deinem Familienclan; geh in ein Land, das ich dir zeigen werde! Zum Segen werde es Avram sein, verheißt ihm der Ewige, und Er verheißt ihm auch, dass er der Stammvater eines großen Volkes sein wird, dass er ihn segnen und...

18.11.2016   Lesen Sie mehr...

NOAH

Im Zeichen des ethischen Monotheismus

Auslegung von Rabbiner Alter

Der Toraabschnitt Noa beginnt mit der Flut und endet mit der Geschichte des Turms von Babel.
Vor diesen Katastrophen aber wurden wir mit Adam bekannt gemacht.
Dieser erste Mensch war "im Ebenbild G"ttes" erschaffen worden, und zwischen ihm und Noah vergingen 10 Generationen.

Diese Generationen hatten sich einen fragwürdigen Lebensstil zugelegt, so dass das Böse in der Menschheit dominierte.

11.11.2016   Lesen Sie mehr...

BERESCHIT

Das große Werden

Die Naturwissenschaft kann helfen, den Schöpfungsbericht zu verstehen

Auslegung von Rabbiner Kučera

Der Beginn der Tora, »Bereschit bara«, ist ein faszinierender Text, der die Schöpfung unseres Universums beschreibt. Darin kommt oft die Wendung »wajehi erew, wajehi boker« (es wurde Abend, und es wurde Morgen) vor. Hier entsteht ein logisches Problem, weil der Tag und die Nacht aus der Sicht des Menschen aufgrund des...

04.11.2016   Lesen Sie mehr...

Sukkot Chol Hamoed

Kurz vor dem Burn-Out

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Wir sind nicht in unserer normalen Wochensequenz; wir feiern Schabbat Chol HaMo'ed, den Schabbat, der in die Sukkotwoche fällt, und unsere Lesung stammt aus dem  2. Mose 33:12 und den folgenden Versen.

Es ist eine Krisenzeit. - Nachdem Mose das Volk aus Ägypten und dann in die Wüste geführt hatte, sowie auf dem Berg Sinai die Torah von Gott erhalten hatte, gab es einen furchtbaren Konflikt - das Volk,...

28.10.2016   Lesen Sie mehr...

HAASINU

Inventur des Herzens

In den Tagen vor Jom Kippur soll jeder mit seinen Mitmenschen, mit Gott und mit sich selbst ins Reine kommen

Auslegung von Rabbiner Pal

Die zehn Tage zwischen Rosch Haschana und Jom Kippur dienen dem Einzelnen zur geistigen Umkehr. Im Gegensatz zu den allwöchentlichen Gottesdiensten, wo sich in vielen Synagogen kaum genügend Beter zusammenfinden, um einen Minjan zu bilden, kommen an den Hohen Feiertagen Menschen, die selten oder nie die Synagoge...

21.10.2016   Lesen Sie mehr...

KI TAWO

Das Wunder des neuen Anfangs

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

„Ki Tawo – Wenn Du kommst“. Mit diesen Worten beginnt unser heutiger Abschnitt aus der Tora. Im Verlauf der langen Geschichte, in der aus der Familie Abrahams und Saras das jüdische Volk wurde, das Gott immer wieder aus Not errettete, wurden schon viele allgemeingültige Lebensregeln gelernt. Das bekannteste Beispiel dafür sind die zehn Gebote.

Heute aber geht es um etwas sehr konkretes und einmaliges:...

30.09.2016   Lesen Sie mehr...

KI TEZE

"Auf dass dir's wohlergehe"

Warum die Erfüllung der Gebote mit der Verheißung eines langen Lebens verbunden ist

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Der Abschnitt Ki Teze ist voller Mizwot. Er enthält ganze 74 von insgesamt 613 Geboten, die wir in 54 Abschnitten der Tora finden. Im Folgenden wollen wir uns einer Mizwa zuwenden, die im 5. Buch Mose 22, 6–7 geschrieben steht: »Wenn du unterwegs ein Vogelnest findest auf einem Baum oder auf der Erde mit Jungen oder mit...

23.09.2016   Lesen Sie mehr...

RE'EH

Götzendienst

Immun gegen Verführungen
Warum wir heute keine Standbilder und Altäre mehr zerstören müssen

Auslegung von Rabbiner Ronis

Guter Rat ist teuer, sagt der Volksmund und bezeichnet damit den Fingerzeig eines erfahrenen Menschen an einen weniger Erfahrenen. Zu verstehen ist ein Ratschlag immer mit der Wissensweitergabe von bereits Erlebtem. Nun ist aber nicht jeder Mensch immer gleich erfahren und begabt, einem anderen Menschen einen...

16.09.2016   Lesen Sie mehr...

EKEW

Das Tischgebet als jüdische Weltanschauung

„Du wirst essen und satt werden und dann wirst du den Ewigen, deinen Gott, preisen für das gute Land, das er dir gegeben hat.“ – Dieser Vers aus dem heutigen Wochenabschnitt Ekew bildet die biblische Grundlage für das jüdische Tischgebet.

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Auf den ersten Blick erscheint nichts selbstverständlicher, nichts natürlicher als dieser Zusammenhang zwischen dem Land, das den Menschen ernährt,...

02.09.2016   Lesen Sie mehr...

WA'ETCHANAN

"Auf dass es dir wohlergehe"

Nur das Gebot, Vater und Mutter zu ehren, verspricht auch Belohnung

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Unser Wochenabschnitt enthält die Zehn Gebote. Das erste Mal stehen sie in der Tora im 2. Buch Moses 20. Sie bilden die Essenz, das Kernstück der Ge- und Verbote, die G’tt dem Volk Israel auf dem Berg Sinai gegeben hat. Nach der Beschreibung im 2. Buch Moses hat das gesamte Volk Israel die Zehn Gebote gehört, alle weiteren Mizwot gab...

27.08.2016   Lesen Sie mehr...

DEWARIM

WIE?

Auslegung von Rabbiner Sievers

Nach vierzigjähriger Wanderung durch die Wüste gelangt das Volk nun an die Grenze zu Eretz Jisrael und bereitet sich auf die Überquerung des Jordan vor. Moses, der weiß, dass er das Land nur von Ferne sehen kann, es selber aber nie betreten wird, hebt zu seiner Abschiedsrede an. Diese Abschiedsrede, in der Moses das Geschehene noch einmal Revue passieren lässt, aber auch Neues berichtet, was vorher noch nicht geschrieben...

19.08.2016   Lesen Sie mehr...

MATTOT MASSEJ

Nutzen wir die Zeit

Auslegung von Rabbiner Sievers

Mit dem heutigen Wochenabschnitt beenden wir nicht nur das 4. Buch Moses, BeMidbar, wir erreichen auch gleichsam das Ziel der vierzigjährigen Wüstenwanderung, die Grenze zu Eretz Israel. Denn das 5. Buch Moses, mit dessen Lesung wir nächste Woche beginnen, ist Moses Abschiedsansprache an das Volk, bevor dieses Eretz Israel betritt.

Die vierzig Jahre der Wanderschaft, zu denen das Volk verurteilt wurde, werden in...

12.08.2016   Lesen Sie mehr...

PINCHAS

Wenn Werte ausgehöhlt werden

Auslegung von Rabbiner Brandt

Das, nach dem sich fast jeder Mensch sehnt und für das sich immer schon ein Großteil der Menschheit eingesetzt und gekämpft hat, wurde dem jungen Priester Pinchas, Sohn des Eleasars, als Gottesgabe zuteil: Der Segen des Friedens! Aber was hatte Pinchas denn eigentlich getan, um so ein erhabenes Gut wie den Segen des Friedens zugesprochen zu bekommen?

Pinchas hatte sich seinen Friedenssegen und das göttliche Lob durch...

05.08.2016   Lesen Sie mehr...

BALAK

Der Esel sieht mehr als der Prophet

Auslegung von Rabbiner Wolff

Die Thora erzählt uns in der morgigen Vorlesung wieder einmal eine spannende Geschichte. Die Schriftsteller, die die Thora verfasst haben, verstanden ihr Handwerk. Balak, ein örtliches Stammesoberhaupt, hatte einen Bericht bekommen, dass die Israeliten sich seinem Land näherten und er hatte Angst vor ihnen. Sie könnten ihn angreifen, meinte er und ihn aus seinem Land vertreiben. Das wollte er verhüten....

29.07.2016   Lesen Sie mehr...

CHUKKAT

"Komm herauf, Brunnen!"

Warum die Israeliten am Ende der Wüstenwanderung ein Lied anstimmten

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Zwei Lieder sangen die Kinder Israels in der Wüste. Das erste, als sie aus Ägypten zogen, und das
zweite, als sie am Ende ihres Weges angekommen waren, an der Grenze zum Land Moab, kurz vor
dem Eintritt ins verheißene Land.
Vom ersten Lied heißt es: »Damals sang Mosche mit den Kindern Israels dieses Lied dem...

22.07.2016   Lesen Sie mehr...

KORACH

Harte Arbeit

Das Volk Israel ist heilig. Doch dies erfordert ständige Bemühungen jedes Einzelnen

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Das Volk Israel murrt. Seit dem Auszug aus Ägypten klagt es über die schwierigen Bedingungen in der Wüste. Es will zurück zu den Fleischtöpfen Ägyptens – lieber in Knechtschaft leben als in Freiheit hungern.

Auch der Führungsstil Mosches und seines Bruders Aharon geben immer wieder...

15.07.2016   Lesen Sie mehr...

BEHA'ALOTCHA

Held mit Makel

Mosches Privatleben war umstritten. Trotzdem sollte seine Autorität nicht infrage gestellt werden

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Als hätte er nicht schon genug Probleme – Wüste, Murren, Manna – bekommt Mosche es am Ende von Paraschat Beha’alotcha auch noch mit einem Konflikt in seiner eigenen Familie zu tun. Mirjam und Aharon, seine Geschwister, kritisieren ihn: »Hat Gott denn nur mit Mosche gesprochen? Hat er denn nicht auch...

01.07.2016   Lesen Sie mehr...

BEHA'ALOTCHA

Im Rückwärtsgang

Wer sich zu stark nach der Vergangenheit sehnt, verbaut sich die Zukunft

Auslegung von Rabbiner Pal

Die deutsche Disco-Gruppe Boney M machte im Jahr 1978 mit ihrem Hit »Rivers of Babylon« den Psalm 137 der großen Allgemeinheit bekannt. Doch es war nicht Boney M, die den Hit geschrieben haben, und es war auch nicht ihr Produzent Frank Farian, sondern die Melodians, eine jamaikanische Reggae-Band. Und so erlangte der Klagepsalm Weltberühmtheit...

24.06.2016   Lesen Sie mehr...

NASSO

Schutzformel

Was uns der Priestersegen heute bedeutet

Auslegung von Rabbiner Nachama

Der Aaronitische Segen ist der älteste überlieferte Segensspruch der Bibel, der bis heute im jüdischen wie auch im christlichen Gottesdienst seinen Platz hat. Er wird Mosche im 4. Buch Bemidbar in der Wüste offenbart und Aaron und seinen Söhnen als Segen für das ganze Volk Israel aufgetragen. Nach der Zerstörung des Tempels wurde er von den...

24.06.2016   Lesen Sie mehr...

Omerzeit

Sieben Wochen zählen

In den Tagen vor Schawuot beten wir für eine gute Ernte – und trauern um den Verlust des Tempels

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Die Omerzählung ist eine positive Mizwa aus der Tora. Wir finden sie im 3. Buch Mose 23, 10–16. Das Gebot steht am Ende der ausführlichen Beschreibung eines Getreideopfers: »Sage den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und es aberntet, so sollt ihr die...

17.06.2016   Lesen Sie mehr...

KEDOSCHIM

Was bedeutet "heilig"?

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Heilig sollt ihr sein – das sagt Gott zu Moses am Anfang des heutigen Wochenabschnitts. Er heißt Kedoschim – von kadosch – „heilig“ im Plural, und er beginnt im Dritten Buch Mose mit Kapitel 19. Wir sind hier in der Mitte der Tora. Der sogenannte „Priesterkodex“ mit den Vorschriften für den priesterlichen Kult geht an dieser Stelle über in den „Heiligkeitskodex“. Hier geht es...

20.05.2016   Lesen Sie mehr...

ACHAREJ MOT

Das richtige Maß

Die Tora lehrt, wie sich die Menschen G’tt und einander nähern sollen – und wie nicht

Auslegung von Rabbinerin Deusel

Es geht um Leben und Tod in dieser Parascha, auf mehreren Ebenen. Und es geht um das richtige Maß von Nähe und Distanz. Bereits die ersten Worte gemahnen an das Schicksal von Nadav und Avihu, die sich dem Ewigen in unerlaubter Weise näherten. War es Leichtfertigkeit? War es Absicht? War es die physische Art des sich...

13.05.2016   Lesen Sie mehr...

Letzter Tag des Pessachfestes

Von der Befreiung zur normalen Gesellschaft

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Der heutige Schabbat ist ein besonderer Schabbat, denn an ihm feiern wir zugleich den letzten Tag des Pessachfestes. Dies führt zu einigen Änderungen im Gebet der Synagoge. Es führt auch, was für unsere Auslegung besonders wichtig ist, zu einer besonderen Toralesung, denn an den Festen lesen wir nicht den fortlaufenden Wochenabschnitt, sondern eigens für den besonderen Tag ausgesuchte Stücke der Tora. Häufig...

06.05.2016   Lesen Sie mehr...

Pessach

Am Morgen nach dem Schabbat

Pessach am Schabbat

Auslegung von Rabbinerin Elisa Klapheck

Heute Abend beginnt ein besonderer Schabbat – heute Abend feiern Juden weltweit Pessach, das Fest der Befreiung, das in diesem Jahr auf einen Schabbat fällt.

Das ist besonders und auch nicht besonders. Eigentlich feiert man mit Pessach immer auch den Schabbat. Denn Pessach gilt als Schabbat – auch dann, wenn es auf einen Montag, Dienstag oder Mittwoch fällt. Im dritten Buch...

29.04.2016   Lesen Sie mehr...

MEZORA

Das Gehäuse der Seelen

Auslegung von Rabbiner Alter

Zu Beginn des aktuellen Wochenabschnitts Mezora hören wir, wie der Prozess der rituellen Reinigung von "Zara´at", einem leprösen Aussatz, beschrieben wird; ein Vorgang, der insgesamt acht Tage dauern sollte, um schließlich mit der Darbringung eines Opfers zu enden. Erst nachdem dieser Prozess vollständig durchlaufen war, wurde die betroffene Person wieder als rituell rein angesehen.

Als erstaunlich...

22.04.2016   Lesen Sie mehr...

TASRIA

Auch die Mutter ist fast wie neu geboren

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Wie kommt ein Kind auf die Welt? Es ist noch immer ein Rätsel, wie aus zwei Tröpfchen Flüssigkeit ein neues Leben entsteht. Egal, wieviel mehr Wissenschaftler heutzutage über DNA und genetische Komplikationen wissen als früher; selbst wenn wir mit Ultraschall oder anderen  Methoden und Geräten tief in den Mutterleib schauen, dabei auch Geräusche des Fötus hören können.
Irgendwann gibt...

14.04.2016   Lesen Sie mehr...

SCHMINI

Respekt vor den Kaschrut

Auslegung von Rabbiner Wolff

Die Vorlesung in dieser Woche, besonders aus dem 11. Kapitel des dritten Buches Moses, enthält eine der Grundlagen des jüdischen Lebens: Die Speisegesetze. Da steht es klipp und klar: „Von den großen Landtieren sind euch alle erlaubt, die deutlich gespaltene Klauen haben und zugleich ihre Nahrung wiederkäuen.“
Warum denn gerade diese Tiere, warum das Fleisch von einem Schaf oder einer...

08.04.2016   Lesen Sie mehr...

ZAW

Pflichten - Verbindlichkeiten

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

In Paraschat „Zaw“ (deutsch: „Befiehl!“) lesen wir, wie die Priester Tieropfer darbringen sollen. Dies ist eine Fortsetzung der langen Liste von verschiedenen Opfern aus dem Toraabschnitt der vergangenen Woche. Der Tempel in Jerusalem ist zerstört, und niemand wünscht wirklich, dass es nochmals Tieropfer geben soll in der messianischen Zeit, wenn Gott Frieden in der Welt schafft und alle Völker zum Tempel...

01.04.2016   Lesen Sie mehr...

WAJIKRA

Danken und Bitten

Seit der Zerstörung des Tempels sind Gebete an die Stelle der Opfer getreten

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Mit dem Abschnitt Wajikra beginnt das gleichnamige dritte Buch der Tora. Hier finden wir
Vorschriften zu den Opferhandlungen, zu Reinheit und Unreinheit und vor allem zum Dienst des
Hohenpriesters an Jom Kippur. Das Buch beinhaltet 247 Gebote, von denen wir heute mehr als die
Hälfte nicht mehr zu erfüllen vermögen....

25.03.2016   Lesen Sie mehr...

PEKUDEJ

Ehrlich währt am längsten

Die Tora zeigt jüdischen Gemeinden, wie sie mit Geld und Spenden umgehen sollen

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Mit den Jahren finde ich die angeblich langweiligen Toraabschnitte – die Genealogien, Zahlenreihen, Listen – immer interessanter. Alles hat seinen Zweck. Man muss diese Passagen nur mit Lebenserfahrung lesen.

Der Wochenabschnitt Pekudej enthält etwas, das in manchen jüdischen Gemeinden in Deutschland heute leider...

18.03.2016   Lesen Sie mehr...

WAJAKHEL

Engel - Spiegel unseres Selbst

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

In meiner Gemeinde entstand unlängst eine Diskussion über die Frage, was Engel in der Tora ausdrücken und warum es bestimmte Engel gibt, die stes paarweise erscheinen. Eine solche Sorte sind die Kerubim – die Keruwen.

An diesem Schabbat lesen wir den Tora-Abschnitt Wajakhel im Buch Exodus. Er erzählt in Kapitel 37 wie der Künstler Bezalel zwei Kerubim aus Gold herstellte. Sie standen im Innersten des...

11.03.2016   Lesen Sie mehr...

KI TISSA

Offenbarung der mündlichen Tora

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Moses hatte auf dem Berg Sinai die zwei Gesetzestafeln von Gott empfangen. Sie waren vom Ewigen selbst geschrieben. Doch als Mose sein Volk um das goldene Kalb tanzen sah, ereilte ihn der Zorn. Am Fuße des Berges angekommen, warf er die Tafeln aus der Hand und zerbrach sie. In unserem heutigen Abschnitt hören wir nun: „Und der Ewige sprach zu Mose: Behaue zwei steinerne Tafeln, so wie die ersten waren.“

Ein...

04.03.2016   Lesen Sie mehr...

TEZAWE

Priester im Unterschied zu Rabbinern

Auslegung von Rabbinerin Shillor

Die Priester, die Kohanim, bekamen alle bestimmte Gewänder, die das Stiftzelt, den Mischkan, und seine Ornamente widerspiegelten. Auf diese Weise schienen sie mit ihrer Umgebung harmonisch zu verschmelzen. Der Mischkan ist in seiner einzigartigen physischen Erscheinung kennzeichnend, und so waren auch die Priester. Ist das bloß Zufall? Die Tatsache, dass die Vorschriften für die Kleidung der Priester drei Mal vorkommen, lässt...

26.02.2016   Lesen Sie mehr...

TRUMA

Spenden

Auslegung von Rabbiner Lengyel

Nachdem die Grundsätze der jüdischen oder menschlichen Ethik und die Lehre am Berg Sinai verkündet worden und in den letzten Wochenabschnitten erklärt worden sind, geht es in den Wochenabschnitten der kommenden Wochen um die Einrichtung des sog. Mikdasch, des Heiligtums. 

Dafür brauchte man Spender und Spenden.
דבר אל בני ישראל ויקחו לי תרומה מאת כל איש
„Der Ewige sprach zu Moses: Sprich...

20.02.2016   Lesen Sie mehr...

MISCHPATIM

Gesetze für schwarze (und weiße) Schafe

Auslegung von Rabbiner Navon

Ein Schäfer weidete seine Schafe, als ihn ein Spaziergänger ansprach. „Sie haben aber eine schöne Schafherde. Darf ich Sie etwas in Bezug auf die Schafe fragen?“ – „Natürlich“, sagte der Schäfer. Der Mann fragte: „Wie weit laufen die Schafe ungefähr am Tag?“ – „Welche, die weißen oder die schwarzen?“ – „Die weißen.“ –...

12.02.2016   Lesen Sie mehr...

JITRO

Perfektionismus

Religiöses Strohfeuer

Auslegung von Rabbiner Ronis

Das Phänomen eines suchenden Menschen ist jedem ein Begriff. Einige suchen mehr im spirituellen, andere eher im weltlichen Bereich. Manche Menschen haben etwas gemeinsam: Sie suchen nach etwas Besonderem, ob sie es nun genau definieren können oder nicht. Ich spreche also von einer Persönlichkeit, die ihrem Lebensweg eine gewisse Richtung geben will.

Wir haben somit einen Menschen vor...

05.02.2016   Lesen Sie mehr...

BESCHALACH

Harte Schule

Das Volk Israel muss nach der Sklaverei noch lange durch die Wüste ziehen

Auslegung von Rabbiner Pal

Alljährlich hören wir zu Pessach die Haggada, die uns den Auszug aus Ägypten erzählen lässt. Manche Stellen lesen wir, andere werden gesungen. Neben dem Ma Nischtana ist wahrscheinlich das Dajejnu das bekannteste Pessachlied. Zum ersten Mal im 9. Jahrhundert im Siddur von Sa’adja Gaon erwähnt, beginnt es mit den Worten...

29.01.2016   Lesen Sie mehr...

BO

Ein theologischer Krieg

Auslegung von Rabbiner Rothschild

„Da sprach der Ewige zu Mose: Noch eine Plage will ich über Pharao und Ägypten bringen, dann wird er euch von hier ziehen lassen. Und sterben werden alle Erstgeborenen im Lande Ägypten, von dem Erstgeborenen Pharaos an, der auf dem Thron sitzt, bis zum Erstgeborenen der Sklavin, die an der Handmühle sitzt, und alle Erstgeborenen unter dem Vieh.”  (2. Mose Kap. 11 Vers 1, 5.)

Der Konflikt zwischen...

22.01.2016   Lesen Sie mehr...

WA'ERA

Kein gehorsames Volk

Auslegung von Rabbiner Rothschild

"Da redete der Ewige mit Mose und sprach zu ihm: "Ich bin der Ewige ... und ich habe auch das Jammern der Kinder Israels gehört, wie die Ägypter sie knechten, und ich gedachte meines Bundes. Darum sage zu den Kindern Israels: 'Ich bin der Ewige. Ich werde euch von den Lastarbeiten der Ägypter befreien' ... Moses redete so zu den Kindern Israels; allein sie hörten nicht auf Mose, aus Kleinmut und ob der...

15.01.2016   Lesen Sie mehr...

SCHEMOT

Ein verirrtes Lämmchen weist den Weg

Auslegung von Rabbiner Brandt

Im entferntesten Teil der grausamen, trostlosen Wüste der Halbinsel Sinai zog ein Hirte mit seiner Herde Kleinvieh herum. Die glühende Hitze des Tages und der Mangel an Schutz vor den brennenden Strahlen der unbarmherzigen Sonne machte die Tiere träge. Es war nicht schwer, sie beisammen zu halten. Die Einsamkeit war nahezu absolut. Die extremen klimatischen Bedingungen sowie die immer gegenwärtigen Gefahren der Wüste sind...

08.01.2016   Lesen Sie mehr...

WAJIGASCH

Die Schechina ging mit ins Exil

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Mit der Toralesung für den heutigen Schabbat befinden wir uns mitten in der Josephsgeschichte. Wie bei einer Fernsehserie müssen wir uns also erst einmal klarmachen, was bisher passiert ist: Gerade als Jakob, der Vater Josephs, nach langen Jahren endlich wieder in der Heimat angekommen ist und sich mit seinem Bruder versöhnt hat, gerade als Jakob mit seiner Familie zur Ruhe gekommen ist, gerade da entstehen neue Probleme. So wie...

28.12.2015   Lesen Sie mehr...

WAJESCHEW

Flüchtling oder Siedler?

Auslegung von Rabbiner Rothschild

‘Wajeschew Ja’akow b’Eretz Migurei Awiw, b’Eretz  Kena’an.’ “Und Jakob wohnte in dem Land des Aufenthaltes seines Vaters, im Land Kanaan.” (Bereschit 37:1).

Wer ‘wohnt’ und wer ist nur ein Siedler, ein Durchreisender, der nur kurz bleibt und dann geht? Eigentlich sind wir alle nur Durchreisende auf dieser Welt. Ja’akov ‘wohnte’, wo sein Vater Itzhak...

11.12.2015   Lesen Sie mehr...

WAJEZE

Über Grenzen hinauswachsen

Auslegung von Rabbiner Brandt

Die Lehre, die sich meines Erachtens aus dem Torah-Wochenabschnitt dieses Schabbats ergibt, ist hoffnungsversprechend, ermunternd und verheißend, ganz besonders für die Jüngeren unter uns. Gerade unter der heutigen Jugend scheint sich ein Gefühl der Hilflosigkeit und der Bedeutungslosigkeit des Einzelnen breit zu machen. In jeder Richtung vermeint man gegen unbezwingbare Grenzen anzurennen, die man schon auf Grund der...

04.12.2015   Lesen Sie mehr...

TOLDOT

Bruderzwist und Lieblingskinder

Warum die Tora so viele familiäre Verflechtungen schildert

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Toldot, der Name unserer Parascha, bedeutet übersetzt Genealogie, Geschlechterabfolge. Eigentlich könnte über der ganzen Geschichte, die uns in Bereschit vom Ruf Gottes an Awraham bis zum Tod seines Urenkels Josef in Ägypten berichtet wird, dieser Name stehen: Toldot. Im Grunde sogar über der ganzen Tora, denn letztlich geht es darum, wie sich...

20.11.2015   Lesen Sie mehr...

CHAJE SARA

Fremder und Beisass

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Der Wochenabschnitt an diesem Schabbat ist ein Lehrstück in Sachen Integration. Abraham steht vor einer Entscheidung. Bleibt er ein Ger – ein Fremder in Kanaan? Oder wird er Toschaw – ein Einwohner, sozusagen mit unbeschränkter Aufenthaltserlaubnis? Das war die Frage nach Sarahs Tod, als sich Abraham nach einer geeigneten Grabstätte im Lande Kanaan umsieht. Den Söhnen von Chet stellt er sich vor...

16.11.2015   Lesen Sie mehr...

WAJERA

Zeit schinden

Awraham zögert die Opferung seines Sohnes hinaus. Er hofft, dass Gott es sich doch noch anders überlegt

Auslegung von Rabbiner Kučera

Die Parascha Wajera ist ein schwieriger Text, denn er polarisiert. Viele betonen, dass Awraham ein Musterbeispiel von Jirat schamajim ist, der Ehrfurcht Gottes, mit der er Gottes Auftrag vorbehaltlos durchführen will. Viele andere behaupten, dass sogar die gottesfürchtigsten Menschen im Namen Gottes keinen Mord...

07.11.2015   Lesen Sie mehr...

NOACH

Wer ist für Katastrophen verantwortlich?

Auslegung von Rabbiner Rothschild

"Es war aber die Erde vor Gott verderbt und von Gewalttat erfüllt. Und Gott sah die Erde und siehe, sie war verderbt. Da sprach Gott zu Noach: 'Das Ende aller Wesen ist von mir beschlossen'." (Genesis 6:11-12.)

Was einen Anfang hat, muss auch irgendwann ein Ende haben. Das ist eine einfache Regel. Alles hat zeitliche Grenzen. Wo sie genau sind, werden wir nicht immer wissen, aber dass...

30.10.2015   Lesen Sie mehr...

BERESCHIT

Keine perfekte Welt

Auslegung von Rabbiner Wolff

Immer wieder wird diese Frage gestellt: Warum, wenn Gott die Welt geschaffen hat, sowie wir das dieses Wochenende ganz am Anfang der Bibel, der Torah lesen, warum ist sie dann nicht perfekt. Bei menschlichen Schöpfungen, mit möglicher Ausnahme von einer Symphonie von Ludwig van Beethoven oder Wolfgang Amadeus Mozart, oder ein Bild von Rembrandt van Rijn oder Pablo Picasso, bei menschlichen Schöpfungen kann man doch immer meinen, dies...

16.10.2015   Lesen Sie mehr...

SUKKOT

Aus Gottes Hand

Brot wächst nicht im Supermarkt: Sukkot erinnert an die Herkunft unserer Nahrung

Auslegung von Rabbiner Pal

Auf den ersten Blick scheint die Toralesung für die Zwischentage von Sukkot eine einfache, klare Anweisung über die Tier- und Speiseopfer zu sein, die vom zweiten bis zum siebten Tag des Festes im Tempel dargebracht werden müssen. Jeden Tag werden dem Ewigen zwei Widder, 14 Schafe und sieben bis 13 Rinder geopfert.

Was...

09.10.2015   Lesen Sie mehr...

HA´ASINU

Wenn wir schreiten Seit' an Seit'

Auslegung von Rabbiner Rothschild

»Haasinu, Haschamajim, wa’Adabera!« – »Hört, ihr Himmel! Ich will reden!« Was für eine schöne Chutzpa! »WeTischma haAretz imre-Phi!« – »Und die Erde soll hören, was meine Lippen sagen!«
Mosche spricht – oder singt, oder rappt. Kapitel 32 des 5. Buches der Tora ist ein Gedicht, ein Lied, ein rhythmisches Rapping. Es ist kein schönes romantisches,...

04.10.2015   Lesen Sie mehr...

SCHABBAT SCHUWA

Teschuwa in vier Schritten

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Gute Vorsätze haben wir Alle, besonders zu Neujahr, aber meist wird nicht viel aus ihnen.
Schon im Begriff der ‚guten Vorsätze‘ schwingt ja mit, dass es eben meist bei den ‚Vorsätzen‘
bleibt und nicht zur Tat kommt. Trotzdem sollten wir nicht unterschätzen, dass schon mit der
Formulierung dieser Vorsätze ein wesentlicher Schritt getan ist: Wir haben ins Auge gefasst
und uns...

24.09.2015   Lesen Sie mehr...

NIZAWIM

Über das unzugängliche Verborgene

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

In unserer Parascha steht ein eigenartiger Satz: „Verborgene Dinge sind dem Ewigen, unserem Gott, vorbehalten; offenbare Dinge jedoch sind uns und unseren Kindern vorbehalten ewiglich (5. Buch Moses 29,28).

Wo aber liegt die Grenze des Offenbaren? Und wo beginnt das dem Menschen unzugängliche Verborgene? Diese Grenze ist in der rabbinischen Literatur immer überschritten worden. Die Kabbala hat ihren eigenen Beitrag...

17.09.2015   Lesen Sie mehr...

KI TEZE

Wo ist dein Bruder?

Auslegung von Rabbiner Wolff

Wie ein Leitfaden zieht sich ein Thema durch die Torah, durch alle fünf Bücher Mose, vom 4. Kapitel des ersten Buches bis zur morgigen Lesung aus dem 22. Kapitel des fünften und letzten Buches Mose.

Im vierten Kapitel des ersten Buches hat Kain seinen Zwilling Abel aus Eifersucht ermordet und Gott stellt ihn zur Rechenschaft: „Wo ist dein Bruder Abel?“, wollte er wissen. Worauf Kain kaltblütig erwidert:...

04.09.2015   Lesen Sie mehr...

KI TEZE

Kindererziehung: Reden statt strafen

Auslegung von Rabbinerin Shillor

In unserem Wochenabschnitt steht geschrieben: „Wenn ein Mann einen aufsässigen und trotzigen Sohn hat, der nicht hört auf die Stimme seines Vaters und seiner Mutter, und sie haben ihn gezüchtigt, und er gehorcht ihnen nicht, so sollen sein Vater und seine Mutter ihn ergreifen und ihn zu den Ältesten seiner Stadt hinausführen, und sollen sprechen zu den Ältesten seiner Stadt: ‚Dieser unser Sohn ist...

28.08.2015   Lesen Sie mehr...

EKEW

»... denn Fremdlinge wart ihr«

Wer selbst Flüchtling war, sollte für Zuwanderer besonderes Verständnis haben

Auslegung von Rabbiner Pal

Der Zusammenbruch des Ostens und die Beendigung des Kalten Krieges vor mehr als 20 Jahren haben enorme Veränderungen in der Weltpolitik hervorgerufen. Inzwischen sind fast alle Länder des ehemaligen Warschauer Pakts in die Europäische Union integriert, am Checkpoint Charlie in Berlin stehen keine Panzer mehr, und die einzigen...

14.08.2015   Lesen Sie mehr...

MATTOT - MAASSE

Asylstätten

Auslegung von Rabbiner Sievers

Im zweiten Teil unseres Doppelwochenabschnittes „Mattot-Maase“ lesen wir von der Einrichtung von Asylstätten für Personen, die des Totschlags schuldig geworden sind. Es handelt sich also um Personen, die den Tod einer anderen Person fahrlässig herbeigeführt haben. Für diese Personen, sieht die Torah vor, dass sie in eine der sechs Levitenstädte ziehen und dort bis zum Tod des Hohepriesters verbleiben...

24.07.2015   Lesen Sie mehr...

PINCHAS

Starkes Geschlecht

Die Tora zeigt, dass es sich lohnt, wenn Frauen für ihr Recht kämpfen

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Die Paraschat Pinchas berichtet von fünf Schwestern, die um den Nachlass ihres Vaters gekämpft haben und dadurch in die Schriften eingegangen sind. Bekannt sind sie als »Die Töchter von Zelofchad«. Im 4. Buch Moses 27,1 lesen wir: »Und es traten hin die Töchter Zelofchads, des Sohnes Chephers, des Sohnes Gileads,...

17.07.2015   Lesen Sie mehr...

CHUKKAT

Die spirituelle Bedeutung des Wassers

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Wasser ist in der rabbinischen Metaphorik ein Synonym für die Tora. Zum Beispiel der Brunnen, an dem sich Jakob und Rachel begegnen: Die Rabbinen deuteten ihn als einen Ort, an dem die Tora zur Wirkung kam. Ebenso symbolisiert das rituelle Untertauchen in einer Mikwe ein Eintauchen in den Ursprung – in die Quelle und damit die Lehre. Der Prophet Jeremia ging sogar so weit zu sagen, dass Gott selbst die „Mikwe Jisrael“ sei...

03.07.2015   Lesen Sie mehr...

BEHA'ALOTCHA

Erstgeborene

Was ist so wichtig, so besonders am ältesten Kind, am Erstgeborenen?

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Im Tora-Abschnitt an diesem Schabbt lesen wir über diese Frage. Gott spricht zu Mose, Numeri Kapitel 8 Vers 17: "Denn mir gehört jeder Erstgeborene unter den Kindern Israel, von Mensch und Vieh; für alles, was den Mutterleib erschließt, alle Erstgeburt der Kinder Israels, habe ich mir sie genommen."

Mit ihrem ersten...

12.06.2015   Lesen Sie mehr...

NASSO

Der große Unterschied

Wie in biblischen Zeiten Ehebrecherinnen überführt wurden – und warum sich Männer diesem Ritual nicht unterziehen mussten

Auslegung von Rabbinerin Shillor

Das Gottesurteil für Ehebrecherinnen wurde vor beinahe zweitausend Jahren aus dem jüdischen Leben verbannt. Dennoch ist es Teil der Tora. Wir lesen jedes Jahr darüber – so auch an diesem Schabbat –, und zweifellos erregt es in den meisten von uns ein Gefühl des...

05.06.2015   Lesen Sie mehr...

BAMIDBAR

Schutz und Weisung

Auslegung von Rabbiner Ronis

Wer sich schon einmal Israels Wüstenlandschaften angesehen hat, weiß, wie herrlich es dort sein kann. Eine Wüstenwanderung ist unbeschreiblich schön, doch die Vorbereitung auf einen solchen Ausflug will wohldurchdacht sein, denn die Wüste ist ein lebensfeindlicher Ort. Mindestens zwei Liter Wasser muss man mitnehmen und Kleidung, die die Haut schützt. Auch eine Kopfbedeckung ist sehr ratsam.

Die Wüste...

28.05.2015   Lesen Sie mehr...

BEHAR - BECHUKOTAI

Die Zeiten waren immer hart

Die Zeiten waren immer hart

Auslegung von Rabbiner Rothschild


“Wenn dein Bruder neben dir verarmt und sich dir verkauft, so sollst du ihm nicht Sklavenarbeit auferlegen. Wie ein Tagelöhner, wie einen Beisassen sollst du ihn behandeln.”
Unser Wochenabschnitt sagt viel über Armut und die Rechte der Armen. Wie sollen wir heutzutage diese Verse (3. Mose, Kapitel 25, Versen 39-40) verstehen?

Armut hat es schon immer gegeben,...

22.05.2015   Lesen Sie mehr...

EMOR

Gemeinsam stark

Feste und Feiertage einen das Volk und fördern den Zusammenhalt

Auslegung von Rabbiner Pal

Der Wochenabschnitt Emor beschäftigt sich vor allem mit den Kohanim, den Priestern im Tempel. Er legt ihre zeitlichen und kultischen Aufgaben fest und beschreibt detailliert, was ein Priester zu tun und zu lassen hat, damit er für seine heilige Funktion rein bleibt. Es scheint eine sehr schwierige Aufgabe gewesen zu sein, all die Vorschriften zu befolgen, die die...

15.05.2015   Lesen Sie mehr...

ACHARE MOT - KEDOSCHIM

Befreiung von Schuld?

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Schuldgefühle kennen wir alle. Selbst wenn wir nichts wirklich Schlimmes verbrochen
haben, so ist der Anspruch doch sehr hoch, eine gute Mutter, Tochter, Partnerin zu
sein. Eines der Mittel, mit dem wir gerne unsere Schuldgefühle bekämpfen, ist, einen
Sündenbock zu finden. Dies tun wir im Persönlichen – wenn nicht mein Chef, Mann,
Nachbar mich blockieren würde, ja dann könnte ich...

08.05.2015   Lesen Sie mehr...

TASRIA MEZORA

Mehr als Hygiene

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Diese Woche lesen wir in den Synagogen die Abschnitte Tasria und Mezora. Inhaltlich passen diese beiden Abschnitte gut zusammen, denn sie handeln beide von Tum’a, von ritueller Unreinheit, die man beispielsweise durch Berührung eines toten Körpers, durch Infektion mit Aussatz oder auch durch Berührung mit Menstruationsblut oder Samenflüssigkeit erwirbt.

Es gibt wenige Themen, die heutzutage auf...

01.05.2015   Lesen Sie mehr...

SCHMINI

Die Speisegesetze dienen nicht dem Körper, sondern der Seele

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Im 3. Buch Mose 11 lesen wir mehrere Listen, über die Dinge, die wir nicht essen dürfen. Oj! Die Listen sind lang, sogar sehr lang, auch wenn heute nicht mehr alle hebräischen Tiernamen richtig zu verstehen sind. Es bleibt in vielerlei Hinsicht ein Rätsel, warum Juden dieses essen, aber jenes nicht. (Natürlich gibt es viele Juden, die nur jenes essen, und zwar aus Prinzip, um zu zeigen, wie emanzipiert sie sind! Andere...

24.04.2015   Lesen Sie mehr...

PESSACH + SCHABBAT

Frei, um kritisch zu fragen

Auslegung von Rabbiner Sievers

Der Name der heutigen Sendung „Schabbat Schalom“ ist ein bisschen irreführend. Zwar ist heute auch Schabbat, aber es ist auch gleichzeitig Erev Pessach, der Vorabend des Pessachfestes,  und zu dieser Zeit, da Sie dieses hören, sitzen viele schon am Sederabend zusammen im Gedenken an den Beginn des Auszugs aus Ägypten.

Die Ordnung des Sederabends ist in der Haggadah niedergelegt und folgt der antiken...

17.04.2015   Lesen Sie mehr...

ZAW

Ego auf Normalmaß

Auslegung von Rabbiner Sievers

Dieser Schabbat ist ein besonderer Schabbat, denn dieser Schabbat Zaw ist zugleich Schabbat Hagadol, der große Schabbat, der letzte Schabbat vor Pessach.

Es gibt viele Erklärungen für diese besondere Namenswahl. Es könnte sein, dass sich der Name auf die Haftara dieses Schabbats aus dem Text des Propheten Malachi ableitet. Der endet mit den Worten: „Siehe, ich sende Euch den Propheten Elia, bevor eintrifft der...

03.04.2015   Lesen Sie mehr...

WAJIKRA

Rosch Chodesch Nissan

Auslegung von Rabbinerin Treiger

Diesen Schabat lesen wir den Wochenabschnitt Wajikra. Wir beginnen damit die Lesung des dritten Buchs Mose, des kürzesten der fünf Bücher. Gleichzeitig ist dieser Schabat ein Neumondstag, das heißt, es ist der erste Tag eines Mondmonats. Im jüdischen Kalender beginnt hiermit der Monat Nissan. Der Schabat, der vor diesem Tag kommt, oder, wie in diesem Jahr, auf diesen Tag fällt, hat einen besonderen Namen: er...

27.03.2015   Lesen Sie mehr...

WAJAKHEL - PEKUDE

Zusammenspiel von Kopf und Herz

Auslegung von Rabbiner Wolff

In zwei Worten verkündet die Torah in dem morgigen Wochenabschnitt eine tiefe Wahrheit über die praktische Begabung des Menschen, einfach über geschickte Hände – die mir leider nie zu Teil wurden. Wenn ich einen Nagel in der Wand anbringen möchte, nehme ich einen Hammer und haue mir erst einmal auf meinen eigenen Daumen, ehe der Hammer dann auf den Kopf des Nagels treffen kann. Und dieses Talent ist leider bei mir...

20.03.2015   Lesen Sie mehr...

KI TISSA

Wunder verblassen schnell

Warum Mosche das Angesicht Gottes nicht sehen durfte

Auslegung von Rabbiner Kučera

Viele Filme, die biblische Geschichten zeigen – seien es der Klassiker mit Charlton Heston als Mosche (1956) oder der Fernsehfilm mit Richard Harris als Awraham (1993) –, beeindrucken uns, weil ihre Protagonisten mit dem Ewigen sprechen. Im Religionsunterricht behaupten alle, dass solche Kommunikation hilfreich wäre, sowohl für die Einzelnen als auch für...

13.03.2015   Lesen Sie mehr...

TEZAWE

Urim weTumim

Hilfsmittel für prophetische Erkenntnis

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

"Und in den Brustschild der Rechtsentscheidung sollst du die Urim und die Tumim legen, und sie sollen auf dem Herzen Arons liegen, wenn er vor den Ewigen tritt, und so soll Aron die Entscheidung für die Kinder Israels ständig auf seinem Herzen vor dem Ewigen tragen." (Sch’mot, 28:30)

Die Parascha „Tezawe“ widmet sich minutiös den...

06.03.2015   Lesen Sie mehr...

TERUMA

Doping für die Seele

Evolutionsforscher beweisen, dass der Mensch für gute Taten belohnt wird

Auslegung von Rabbiner Kučera

Der deutsche Staat geht neue Wege. Wie die Bundesregierung entschied, sollen einem Informanten für geheime Daten 2,5 Millionen Euro gezahlt werden, um Steuerbetrüger zu überführen. Die Politiker haben heftig darüber gestritten, ob es erlaubt ist, gestohlene Daten zu nutzen. Eine ethische Diskussion sollte allerdings schon vorher...

27.02.2015   Lesen Sie mehr...

JITRO

»Meine Braut, ihr Vater und ich«

Erst von Jitro lernt Mosche, wie man ein Volk organisiert

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Der Wochenabschnitt Jitro berichtet uns vom Akt der Offenbarung der Zehn Gebote auf dem Berg Sinai. Interessant dabei ist, dass die Parascha nach einem Götzendiener und nicht nach Mosche benannt wurde. Dieser Fremde, Jitro, der später Mosches Schwiegervater wird, war ein hoher Priester von Midian und ist nach meiner Auffassung der erste in der Tora vorkommende...

20.02.2015   Lesen Sie mehr...

BESCHALACH

Eine andere Art von Zeit

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

„Als nun Pharao das Volk ziehen ließ“ – so beginnt der Tora-Abschnitt „Beschalach“ im 2. Buch Mose an diesem Schabbat – „führte sie Gott nicht den direkten Weg durch das Land der Philister, denn Gott dachte, es könnte das Volk reuen, wenn sie Krieg vor sich sähen, und sie würden nach Ägypten zurückkehren. Und Gott ließ das Volk auf einem Umwege ziehen, den Weg...

06.02.2015   Lesen Sie mehr...

WAJESCHEW

Juda ging seinen eigenen Weg

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Warum ist die Tora entstanden? Manche Wissenschaftler sagen hierauf: Wegen eines politischen Dilemmas. Dem Bruderkrieg zwischen Israel und Judäa, dem Nordreich und dem Südreich, den beiden Zwergstaaten, die zwar zum selben Gott beteten, aber doch Krieg gegeneinander führten. Am Ende scheiterten sie an ihrer verhängnisvollen Machtpolitik, und ihre Bevölkerungen zogen ins Exil.

Die eine Bevölkerung...

19.12.2014   Lesen Sie mehr...

WAJISCHLACH

Dämonen der Vergangenheit

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Zwanzig Jahre sind vergangen, seit Jakob aus seiner Heimat geflohen ist. Er war damals vor der Rache seines Bruders Esau geflohen, den er um seinen Vorrang als Erstgeborener und Erbe betrogen hatte. So hatte er sich auch von seinen Eltern trennen müssen, die am Zerwürfnis ihrer beiden Söhne beileibe nicht unschuldig waren. Der Vater Jitzchak, weil er seinen Sohn Jakob liebte, seinen Sohn Esau aber nicht. Die Mutter Riwka, weil sie...

12.12.2014   Lesen Sie mehr...

TOLDOT

Schwäche wird zugelassen

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Auch diese Woche lesen wir in der Tora einen Abschnitt der jüdischen Familiengeschichte. Seit Gottes Aufruf an Abraham, damals noch Awram, aus seiner Heimat aufzubrechen und in das Land zu ziehen, das er ihm zeigen wird, lesen wir, was ihm und seiner Familie widerfahren ist. Die Geschichte, die wir dabei hören, ist beileibe nicht nur die offizielle und geschönte Variante, wie wir sie bei achtzigsten Geburtstagen oder anderen...

28.11.2014   Lesen Sie mehr...

CHAJE SARA

Zunge im Zaum

Die jüdische Tradition verbietet es, Schlechtes von anderen weiterzuerzählen – selbst wenn es stimmt

Auslegung von Rabbiner Kucera

Die Paraschat Chaje Sara, das Leben Saras, ist dem Namen ein Widerspruch, weil sie gleich in den ersten zwei Sätzen von Saras Tod spricht. Als ob das Leben und der Tod auf eine geheimnisvolle Weise verbunden wären. Dieses möglicherweise entfernt philosophische Thema stellt auf eine praktische Weise der...

21.11.2014   Lesen Sie mehr...

WAJERA

Schwere Bedenken

Auslegung von Rabbiner Wolff

Ich habe heute eine Frage an Sie, meine Zuhörer, die völlig unfair ist. Wenn Sie an
Abrahams Stelle gewesen wären, hätten Sie ihren Sohn, sollten Sie einen haben, auf
den Altar gebunden um ihn zu schlachten, und somit Gott ein Opfer zu bringen?
Die Frage ist völlig unfair, denn Abraham hat ja in einem völlig anderen Zeitalter
gelebt und in einer Zivilisation, wo das Opfern von Kindern akzeptiert...

14.11.2014   Lesen Sie mehr...

LECH LECHA

Aufbruch

Unerträgliche Heimat
Warum Avram alles zurückließ und in ein fremdes Land ging

Auslegung von Rabbiner Pal

Lech Lecha – auf Deutsch: Geh, zieh weg! – sind die ersten Worte unserer Parascha. Der Aufruf, den Avram von Gott erhält, Land und Heimat zu verlassen, ist zugleich die erste Verheißung des Segens, den Avram erwartet, und der Grundstein für die Entstehung von Am Jisrael, dem Volk Israel.

Haben wir...

07.11.2014   Lesen Sie mehr...

NOACH

Tod, Verwüstung, Zerstörung

Auslegung von Rabbiner Brandt

In der Beliebtheitsskala der Bibelerzählung nimmt wohl die Geschichte der Arche Noachs eine Spitzenposition ein. Sie erfüllt alle Voraussetzungen um für Lehrer und Schüler erfreulich zu sein: Dramatischer Inhalt, anschauliche Bilder, besonders aus der Welt der Tiere, und ein ‚happy end‘.
Als ich mir den Wochenabschnitt für diesen Schabat Noach durchlas – denn wir lesen morgen die Geschichte der...

31.10.2014   Lesen Sie mehr...

BERESCHIT

Nahrung, Schönheit, Weisheit

Auslegung von Rabbiner Lengyel

„Als nun die Frau sah, dass der Baum gut sei zur Speise, eine Lust für die Augen und angenehm zum Betrachten, da nahm sie von seiner Frucht und aß, gab auch ihrem Manne davon und er aß.“

Jahr für Jahr lesen wir diese biblische Geschichte über die Erschaffung der Welt, über die Beziehung zwischen dem ersten Mann und der ersten Frau, namens Adam und Eva. Wir lesen ferner über deren...

24.10.2014   Lesen Sie mehr...

SCHABBAT CHOL HAMOED

Gog und Magog - Oj Gewalt!

Eine apokalyptische Vision zum Laubhüttenfest. Trotzdem sollten wir feiern

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Am Schabbat Chol Hamoed lesen wir eine ganz besondere Haftara: Ezechiel 38,18–39,16. Die erste große Frage, vor der wir hier stehen, ist: Was hat dieser Prophetenabschnitt überhaupt mit Sukkot zu tun? Warum wurde dieser Text – eine apokalyptische Endzeitvision – für diesen...

17.10.2014   Lesen Sie mehr...

HA'ASINU

Es ist unsere Geschichte

Auslegung von Rabbinerin Shillor

Vor einigen Jahren fand sich in den Zeitungen die Geschichte eines Paares, das im brasilianischen Urwald entdeckt worden war und eine Sprache sprach, die niemand je zuvor gehört hatte. Von der brasilianischen Indianerschutzbehörde wurden sie als „isolierte Ureinwohner“ bezeichnet – Eingeborene abgelegener Amazonasgebiete, die noch keinerlei Kontakt zur modernen Zivilisation hatten.
Im Lauf der vergangenen Jahre...

11.10.2014   Lesen Sie mehr...

NIZAWIM WAJELECH

Zusammenspiel

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile – dies gilt auch für die Gemeinde

Auslegung von Rabbiner Kucera

Der Tora-Abschnitt Nizawim erzählt keine Geschichte, sondern er wendet sich direkt an uns: Atem nizawim hajom – ihr steht heute da, kulchem – alle, vor dem Ewigen, eurem Gott (5. Buch Moses 29,9). Ihr alle – nicht nur die Stammesführer, die Ältesten, die Männer, sondern auch Frauen, Kinder, jede Person von...

29.09.2014   Lesen Sie mehr...

KI TEZE

Aus und vorbei

Wie die jüdische Tradition die Ehescheidung regelt

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

In der Tora lesen wir von einigen bewegenden und geglückten Paarbeziehungen – und auch von weniger geglückten. Wenn wir aber fragen, wie genau eine Hochzeit vor sich ging, welche Regeln während einer Ehe gültig waren und wie eine Ehe geschieden wurde, dann sind wir darauf angewiesen, aus vereinzelten Hinweisen ein Bild zusammenzusetzen.

Die...

12.09.2014   Lesen Sie mehr...

SCHOFTIM

Hochmut kommt vor dem Fall

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Auch ein König kann sich nicht über den göttlichen Herrscher hinwegsetzen

Der Wochenabschnitt Schoftim ist reich an Gesetzen, die vom Aufbau eines jüdischen Staates handeln. Darunter befindet sich auch das Königsgesetz. Nach der Landnahme wünschte sich das Volk Israel einen König, wie ihn andere Völker hatten. Die Aussagen im 5. Buch Mose (17, 14–20) sind als eine Reaktion auf diese...

04.09.2014   Lesen Sie mehr...

MASSEJ

Ist das der beste Weg?

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Kann ein Multi-Kulti Staat wirklich funktionieren? Wir beschäftigen uns mit diese Frage schon seit Jahrtausenden. In unserer Sidra für diese Woche, sind die Voraussetzungen nicht sehr gut, nicht sehr angenehm. Den Israeliten wurden von Gott befohlen, alle Kanaaniter einfach aus dem Land zu vertreiben, um jede Vermischung zu vermeiden. Die Grenzen wurden dann festgesetzt, und alles sollte seinen Weg weitergehen ...
Im 4. Buch Mose,...

01.08.2014   Lesen Sie mehr...

MATOT

Hand drauf

Wer etwas verspricht, muss es auch halten

Auslegung von Rabbiner Pal

Welchen Wert hat ein gesprochenes oder geschriebenes Wort heute noch? Wörter sind billig zu haben, sie werden verramscht wie im Schlussverkauf. Wir verwenden sie so leichtfertig, wie wir Salz auf unser Essen streuen: mal weniger, mal mehr, jeder nach seinem Geschmack. Manchmal streuen wir zu viel, dann ist das Essen versalzen und ungenießbar. So ist es auch mit unseren Worten.

25.07.2014   Lesen Sie mehr...

PINCHAS

Wenn das Eifern für Gott angebracht ist

Auslegung von Rabbiner Simon

Der Wochenabschnitt dieser Woche beginnt folgendermaßen: Der Ewige redete mit Mosche und sprach: „Pinchas, Sohn Elasars, des Sohnes des Priesters Aharon, hat durch seinen Eifer für mich meinen Zorn von den Kindern Israels abgewendet und ist die Ursache, dass ich die Kinder Israels in meinem Eifer nicht aufgerieben habe. Darum vermelde ihm: „Ich gebe ihm hiermit meinen Bund des Friedens!“
Bei der Lektüre des...

18.07.2014   Lesen Sie mehr...

BALAK

Wenig hat sich verändert

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Die Geschichte von Bileam und seiner Eselin ist bekannt – eine Satire gegen sogenannte ‚Hellseher‘, die eigentlich nichts sehen können mit Gegensatz zu ihren eigenen Lasttieren. Der Kontext aber ist ernst. Balak, der König von Moab, hat Angst. Und zu Recht. Er hat gerade gesehen (4. Mose Kapitel 22; Verse 2 und 3), was mit seinen Nachbarn, den Emoritern, passiert ist, welche Niederlage sie erleiden mussten. Jetzt...

11.07.2014   Lesen Sie mehr...

BEHA'ALOTCHA

Die Symbolik der Menora

Warum die Menora in Israels Staatswappen möglicherweise falsch dargestellt ist

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Der Wochenabschnitt Beha’alotcha setzt mit dem Befehl Gottes an Mosche ein: »Rede mit Aharon und sprich zu ihm: Wenn du die Lampen aufsetzt, sollst du sie so setzen, dass sie alle sieben von dem Leuchter nach vorwärts scheinen« (4. Buch Mose 8,2).

Die Tora schreibt, dass der Künstler Bezalel ben Uri die...

13.06.2014   Lesen Sie mehr...

NASSO

Askese ist kein Ideal

Auslegung von Rabbiner Lengyel


Der heutige Wochenabschnitt aus dem Vierten Buch Moses, Bamidbar trägt den Namen: Nasso. Wie das häufig der Fall ist, ist die treffende Übersetzung nicht einfach. Man könnte sagen: Trage, Erhebe oder nimm mit.
Zunächst wird viel über die Heiligkeit gesprochen, zum Beispiel ist die Rede von Personen, die aufgrund ritueller Unreinheit von der Gesellschaft ausgeschlossen werden, oder von Priestern, die eine...

05.06.2014   Lesen Sie mehr...

BAMIDBAR

Fluch und Segen

Was die öde Landschaft für das Volk Israel bedeutet

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Der hebräische Name unseres Wochenabschnitts und auch des ganzen vierten Buches der Tora lautet Bamidbar, zu Deutsch: „in der Wüste“. Ursprünglich hat sich dieser Name nur ergeben, weil hebräische Texte oft nach ihren Anfangsworten benannt werden, und es hier heißt: Der Ewige sprach zu Mosche in der Wüste …
In diesem...

29.05.2014   Lesen Sie mehr...

BECHUKOTAI

Ökologische Tora

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Wie aktuell die Tora gerade angesichts heutiger Debatten über ökologische Katastrophen und den Klimawandel ist, zeigt sich am Abschnitt „Bechukotai“ des heutigen Schabbat. Wir lesen die letzten Kapitel im dritten Buch Mose. Sie enthalten so etwas wie eine ökologische Theologie. Abermals ermahnt Gott die Israeliten, das Schabbat-Jahr des Landes einzuhalten. Er verknüpft dies direkt mit der Drohung, die Israeliten...

22.05.2014   Lesen Sie mehr...

BEHAR SINAI

Zwölf Monate Pause

Wie praktikabel ist das Schabbatjahr? Fragen an eine halachische Institution

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Schmitta – ein Schabbat für das Land? Ein Schabbat, der ein ganzes Jahr dauert? Wie kann man sich so etwas vorstellen? Das hört sich mehr als idealistisch an, es klingt naiv und sogar gefährlich. Menschen, die wirklich mit Landwirtschaft zu tun haben, wissen, dass es unmöglich ist, einfach nichts zu tun. Die Tiere müssen...

16.05.2014   Lesen Sie mehr...

EMOR

Titel ohne Macht

Warum die Herkunft heute nicht mehr entscheidet – weder für Kohanim noch für Adlige

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Der Wochenabschnitt Emor, fast in der Mitte der Tora, ist Teil des Heiligkeitsgesetzes (Torat Kohanim). Es legt fest, wie der Opferkult im Heiligtum vor sich gehen soll. Dazu gibt es präzise Bestimmungen über das Heiligtum selbst, die Opfer und die Priester (Kohanim), die die Opfer darbrachten. Das Heiligtum in der Wüste...

08.05.2014   Lesen Sie mehr...

SCHABBAT CHOL HAMOED

Nähe und Distanz G'ttes

Der Ewige bezeichnet Israel als Sein Volk – wenn es Bedingungen erfüllt

Auslegung von Rabbiner Simon

Pessach erinnert an den Auszug aus Ägypten. Gingen mit Ja’akovs Familie nur etwa 70 Menschen nach Ägypten, waren es beim Auszug schon etwa 600.000 Leute. Erst durch die Befreiung aus der Sklaverei wurden wir zu einem Volk, liest man oft in der einschlägigen Literatur – zu einem Volk, das G’tt sich erwählt hat,...

27.04.2014   Lesen Sie mehr...

KI TASRIA

TAHOR - TAME

Sind "rein" und "unrein" die richtige Übersetzung?

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Der Wochenabschnitt „Ki Tasria“ im dritten Buch Mose stellt uns vor eine der größten Herausforderungen. Es geht um die Gesetze der Reinheit und der Unreinheit. Das 12. Kapitel behandelt zunächst die Unreinheit der Frau nach der Geburt eines Kindes. Genau wie nach der Menstruation muss sich die Frau eine Zeitlang absondern und dann...

04.04.2014   Lesen Sie mehr...

SCHMINI

"Haltet Euch heilig!"

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Die Speisegesetze entziehen sich einer rationalen Erklärung. Sie sollen einfach befolgt werden

Das Fundament der 613 Gebote der Tora besteht in den Aussagen »Heilig sollt ihr sein, denn heilig bin ich, der Ewige, euer Gott« (3. Buch Moses 19,2) und »Haltet euch heilig, auf dass ihr heilig seid« (20,7). Diese Heiligung durchzieht viele Lebensbereiche eines jüdischen Menschen, sei es, dass er sich...

28.03.2014   Lesen Sie mehr...

ZAW

Saft des Lebens

Die Tora betont die besondere Bedeutung des Blutes als Sitz der Seele

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Der Abschnitt Zaw enthält vor allem Opfergesetze. In diesem Zusammenhang ergeht das Verbot: »Und kein Blut sollt ihr essen in all euren Wohnsitzen, sei es vom Vogel oder vom Vieh«. Und der, der das Blut isst, dessen »Seele wird ausgerottet werden aus dem Volk« (3. Buch Mose 7, 26–27).

Um die rituelle...

21.03.2014   Lesen Sie mehr...

WAJIKRA

Der Unterschied zwischen Sünde und Schuld

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

„Exodus“ - das 2. Buch Mose mit seinem weltbewegenden, uns heute noch tief aufrührenden Bericht vom Aufbruch in die Freiheit ist zu Ende. Wir lesen ein neues Buch – Leviticus, das dritte Buch Mose. Was für ein Anti-Klimax!, denkt sich mancher von uns. Die ersten fünf Kapitel, die unseren heutigen Wochenabschnitt „Wajikra“ bestimmen, könnten nicht öder sein. Opfervorschriften über...

14.03.2014   Lesen Sie mehr...

WAJAKHEL

In der Ruhe liegt die Kraft

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Im Judentum ist die Heiligkeit der Zeit bedeutender als die Heiligkeit des Raumes

Der Wochenabschnitt Wajakhel beginnt mit den Worten: »Dann versammelte Mosche die ganze Gemeinde der Kinder Israel«. Der so beiläufig klingende Anfang ist alles andere als selbstverständlich! Denn im vorangehenden haben wir vergangene Woche gelesen, wie das Volk von Gott abfiel. Selbst Mosches Bruder Aharon, der Anführer der...

03.03.2014   Lesen Sie mehr...

TEZAWE

Kleider machen Priester

Eine Frage der Ehre: Warum die Kohanim im Tempel besondere Gewänder tragen mußten

Auslegung von Rabbinerin Shillor

„Und du sollst heilige Gewänder für deinen Bruder Aaron machen, zur Ehre und zum Schmuck ..., daß sie die Gewänder Aarons machen, um ihn zu weihen, daß er mir als Priester diene, ... und du sollst damit deinen Bruder Aaron bekleiden und seine Söhne mit ihm, und sollst sie salben und in ihr Amt einsetzen...

23.02.2014   Lesen Sie mehr...

MISCHPATIM

Auge um Auge

Auslegung von Rabbiner Sievers

Mit der der heutigen Parascha ändert sich der Fokus des biblischen Textes. Bisher stand die Geschichte im Mittelpunkt, von nun aber liegt das Augenmerk eher auf den Regeln, nach denen das Volk leben soll. Häufig werden diese Kapitel "Bundesbuch", "Sefer HaBerit" genannt und gliedern sich in vier Teile.

Es gäbe also eine Menge Dinge aus der Vielzahl der Vorschriften, über die man etwas sagen...

31.01.2014   Lesen Sie mehr...

JITRO

»Meine Braut, ihr Vater und ich«

Erst von Jitro lernt Mosche, wie man ein Volk organisiert

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Der Wochenabschnitt Jitro berichtet uns vom Akt der Offenbarung der Zehn Gebote auf dem Berg Sinai. Interessant dabei ist, dass die Parascha nach einem Götzendiener und nicht nach Mosche benannt wurde. Dieser Fremde, Jitro, der später Mosches Schwiegervater wird, war ein hoher Priester von Midian und ist nach meiner Auffassung der erste in der Tora vorkommende...

24.01.2014   Lesen Sie mehr...

BESCHALACH

Mehrheitsfähig

Mut und Vertrauen: Erst als die Israeliten das Wasser betreten, öffnet sich das Schilfmeer

Auslegung von Rabbiner Kucera

Beschalach bedeutet: „als er weggeschickt hat“. Wer hat wen weggeschickt? Der Pharao das Volk Israel, nach dem Drama der zehn Plagen. Die Israeliten stehen jetzt frei am Jam Suf, dem Schilfmeer. Doch Pharao überlegt es sich anders und rennt ihnen mit einer Armee hinterher. Die Israeliten stehen am Strand, in einer...

17.01.2014   Lesen Sie mehr...

WA'ERA

Züge zeitgenössischer Problematik

Auslegung von Rabbiner Brandt

Man muss die Bibel mit Phantasie und reichem Vorstellungsvermögen lesen können. Nur so eröffnet sie sich uns in all ihrem leuchtenden und lehrreichen Reichtum. Die Welt von der sie spricht ist unsere Welt, und die Menschen, die sie uns vorführt, sind Menschen aus Fleisch und Blut wie wir.

Eine Totenstille hatte sich über den gigantischen Thronsaal des pharaonischen Palastes gelegt. Mit angehaltenem Atem wartet...

02.01.2014   Lesen Sie mehr...

WAJECHI

Vater-Tochter-Beziehungen - Mutter-Tochter-Beziehungen

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Mit dem Wochenabschnitt "Wajechi" endet das erste Buch Mose. Jakob liegt auf dem Sterbebett und segnet seine zwölf Söhne sowie die beiden Enkel, die Söhne Josefs - Ephraim und Menasche. Jakobs Segen gilt zwölf männlichen Stammesführern, plus noch den beiden Jungen.

Aber halt. Was ist mit den Töchtern? Bekommen die etwa keinen Segen?

Die Tora erzählt uns nicht viel...

21.12.2013   Lesen Sie mehr...

WAJIGASCH

Judah und Josef lassen die Maske fallen

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

„Wajigasch“ – mit diesen Worten beginnt der Tora-Wochenabschnitt an diesem Schabat. Wajigasch - er trat näher. Judah trat näher, als er und seine Brüder in Ägypten angekommen waren - als Flüchtlinge vor der Hungersnot in Kanaan. Judah und seine Brüder stehen vor Josef, nunmehr dem mächtigsten Mann am Hofe des Pharao. Ihr Schicksal liegt in Josefs Hand. Sie wissen noch nicht, dass dieser Mann...

13.12.2013   Lesen Sie mehr...

WAJISCHLACH

Verzeihung ist die Bedingung für Offenbarung

Auslegung von Rabbiner Navon

Unser Tora-Abschnitt beschreibt das Treffen Jakobs, nach seiner Rückkehr aus Charan, mit seinem Bruder Esau. Wie bekannt, war Jakob vor vielen Jahren gezwungen zu fliehen, weil er Angst hatte, dass Esau ihn töten wird. Jakob hat doch den Segen Esau „geklaut“. Jetzt ging Esau ihm entgegen mit einer Menge Leute, und Jakob hatte diesmal Angst nicht nur um sein eigenes Leben, sondern auch um das Leben seiner Familie. Aber Esau...

29.11.2013   Lesen Sie mehr...

TOLDOT

Jakob und Esau ...

... und ihre beiden heiligen Namen

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Im Wochenabschnitt „Toldot“ geht um den Konflikt zwischen Jakob und Esau um das Erstgeburtsrecht. Die Botschaft dieser Geschichte erscheint eindeutig. Jakob stellt den favorisierten jüdischen Prototyp dar – eher schwächlich und vergeistigt, Liebling seiner Mutter, die meiste Zeit lernend im Zelt. Seinen nur um Minuten älteren Zwillingsbruder Esau beschreibt die Tora...

08.11.2013   Lesen Sie mehr...

CHAJE SARA

Gottes Weitwinkel

Familienangelegenheiten sind für den Ewigen genauso wichtig wie das Weltgeschehen

Auslegung von Rabbiner Simon

 Beim Lesen der wöchentlichen Parascha schaut jemand, der einen G’ttesdienst vorbereiten oder einen Artikel schreiben soll, zunächst danach, was der Abschnitt »zu bieten hat«, um eine Drascha darauf aufzubauen. Gibt es etwas, was hervorsticht und die Aufmerksamkeit fesselt? Erschaffung von Menschen aus Staub, eine...

31.10.2013   Lesen Sie mehr...

LECH LECHA

Ein großes Volk

Auslegung von Rabbiner Navon          ...

17.10.2013   Lesen Sie mehr...

SUKKOT - CHOL HAMOED

Gog und Magog

Oj Gewalt!
Eine apokalyptische Vision zum Laubhüttenfest. Trotzdem sollten wir feiern

Auslegung von Rabbiner Rothschild

 Am Schabbat Chol Hamoed lesen wir eine ganz besondere Haftara: Ezechiel 38,18–39,16. Die erste große Frage, vor der wir hier stehen, ist: Was hat dieser Prophetenabschnitt überhaupt mit Sukkot zu tun? Warum wurde dieser Text – eine apokalyptische Endzeitvision – für diesen Schabbat während des...

27.09.2013   Lesen Sie mehr...

JOM KIPPUR

Toralesungen - liberale und orthodoxe Sichtweisen

Auslegung von Rabbiner Rothschild

 Es ist kein normaler Schabbat, der heute Abend für uns beginnt; Entsprechend ist auch der Name ein anderer: 'Schabbat Schabbaton', eine Art 'Schabbat hoch zwei oder drei.'  Es ist 'Jom ha-Kippurim' - der Große Versöhnungstag, ein Tag der Reue, ein Tag des Fastens, des Gebets und mehr. Es ist nur ein Zufall, dass Jom Kippur in...

20.09.2013   Lesen Sie mehr...

SCHABBAT SCHUWA

In den Zehn Tagen der Umkehr

Auslegung von Rabbiner Sievers

Heute Abend gibt es einen fließenden Übergang zwischen Rosch HaSchanah und Schabbat Ha’asinu. Dieser Schabbat hat aber auch noch einen anderen Namen: Schabbat Schuwa, Schabbat der Umkehr. Es ist der Schabbat, der zwischen  Rosch HaSchanah und Jom Kippur liegt.

In Zeiten, in denen keine regelmäßige Schabbatpredigt in der Synagoge üblich war, wurde nur an zwei besonderen Schabbatot  vom Rabbiner...

17.09.2013   Lesen Sie mehr...

NIZAWIM WAJELECH

Weg zurück

Die Tage vor Rosch Haschana dienen der Reue und dem Neuanfang

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Die Wochenabschnitte Nizawim und Wajelech werden am Schabbat vor Rosch Haschana gelesen. Es geht darin um die beiden wichtigen Themen Teschuwa (Umkehr) und die freie Wahl des Menschen. Nizawim ist der einzige Abschnitt in der Tora, der das Thema Teschuwa ausführlich und vertiefend darstellt.

Der Begriff kommt aus dem Hebräischen....

09.09.2013   Lesen Sie mehr...

SCHOFTIM

Eingeschränkte Macht des Königs

Auslegung von Rabbinerin Ederberg - Im heutigen Wochenabschnitt Schoftim finden wir das „Königsgesetz” neben einer Reihe anderer Regeln, die beschreiben, wie das künftige Leben im Lande Israel aussehen soll. Merkwürdigerweise hören wir in den sieben knappen Versen allerdings weniger, was ein König in Israel zu tun hat, sondern vielmehr, was er nicht tun soll, wie seine Macht eingeschränkt ist.
Schon der Beginn dieses Textes ist merkwürdig...

16.08.2013   Lesen Sie mehr...

EKEW

Manche Verse der Tora sind heute mit Vorsicht zu genießen

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Die ersten Verse des Wochenabschnitts Ekew sind nicht sehr gut geeignet für hoffnungsvolle interreligiöse Gespräche. Es geht um Sieg für Israel und Niederlage – ja Auslöschung – für alle anderen, zumindest für die Gegner Israels. In der damaligen Zeit waren Konzepte wie »Neutralität« fast unbekannt. Man war entweder dafür oder dagegen. Wer ist für uns, und wer ist gegen...

02.08.2013   Lesen Sie mehr...

DEWARIM

Zeit zum Reden

Moses war immer ein Mann der Tat. Doch als seine Mission erfüllt hatte, öffnete er dem Volk sein Herz

Auslegung von Rabbinerin Shillor

Das Fünfte Buch Moses heißt auf Hebräisch Dewarim und bedeutet „Wörter“. Am Anfang des Buches sehen wir die Israeliten am Ufer des Jordan – bereit ins Gelobte Land hinüberzuziehen. Moses weiß, daß seine Tage als Führer des Volkes Israel gezählt sind. Das Ende...

26.07.2013   Lesen Sie mehr...

BALAK

Das Eigene im Sinn

König Balak von Moab war ein Feind der Israeliten, doch für sein Volk wollte er nur das Beste

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Unsere Sidra ist den meisten Lesern bekannt, weil darin eine Eselin spricht. Leider sind sprechende Esel heute nichts Besonderes mehr – auch unsere Gemeinden sind von diesem Phänomen nicht verschont. Das Besondere an der Eselin in unserem Wochenabschnitt ist aber, dass sie vernünftig und klar redet. Unsere Sidra...

28.06.2013   Lesen Sie mehr...

KORACH

Volkes Wille

Was die Tora über das Verhältnis von Macht und Autorität in den jüdischen Gemeinden sagt

Auslegung von Rabbinerin Shillor

 Rabbiner J. H. Hertz bezeichnet den Wochenabschnitt „Korach“ als die „Große Meuterei“. Rabbiner Gunther Plaut spricht vom „Aufstand von Korach“. Jacob Milgrom sieht hier einen „Übergriff auf die Stiftshütte“. Weshalb wird der fragliche Zwischenfall so negativ...

14.06.2013   Lesen Sie mehr...

NASSO

Arme schwitzende Leviten

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Ich habe zuhause einen Teppich, der eigentlich gereinigt werden muss. Nicht weit von uns gibt es einen Reinigungsdienst. Im Fenster hängt ein großes Plakat – ‚Teppichreinigung‘. Aha! Vor einem Jahr habe ich die Möbel zur Seite geschoben und das Dinge zusammengerollt… Aber es stellte sich dann heraus, dass der Reinigungsdienst mir zwar eine Maschine zur Reinigung vermieten könnte, oder ich könnte...

24.05.2013   Lesen Sie mehr...

BAMIDBAR

Wer's wagt

Die Wildnis ist ein Ort der Inspiration für Neues

Auslegung von Rabbiner Kučera

Bamidbar, im Midbar, wird immer als „in der Wüste“ übersetzt. Interessanterweise steht im Englischen „in the wilderness“. Die Wildnis ist unbewohntes Land ohne Menschen, dazu oft auch Weideland. Die Israeliten hatten viele Tiere, und Weideland war sicher ein Bedürfnis. Was denken wir von der Wildnis? Ist sie anziehend? Der beeindruckende Film...

17.05.2013   Lesen Sie mehr...

ACHAREI MOT

Selbst verantwortlich

Es hat für den Menschen auch sein Gutes, dass es heute keine Tieropfer und Hohepriester mehr gibt

Auslegung von Rabbiner Pal

 Was wäre unsere Gesellschaft ohne Normen, Vorschriften und Grenzen? Wie sähe es aus, wenn jeder machte, was er will, ohne auf Gesetze zu achten? Es würde Anarchie herrschen, ein Zustand ohne Recht. Dasselbe würde auch für die Kinder Israels in der Wüste gelten, aber der Ewige hat eine Lösung parat:...

23.04.2013   Lesen Sie mehr...

TASRIA

Zaun mit Rosen

Es gibt Tage, an denen Mann und Frau ihr Verlangen zügeln müssen

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Der Wochenabschnitt Tasria beginnt mit Ausführungen zum Thema Geburt sowie Vorschriften über die Beschneidung. »Wenn eine Frau Kinder bekommt, wenn sie einen Knaben gebiert, so ist sie sieben Tage unrein; sie ist unrein wie in den Tagen, da sie wegen ihres Unwohlseins abgesondert bleibt. Und am achten Tage soll man ihn am Fleisch...

18.04.2013   Lesen Sie mehr...


SCHMINI

Geistige Nahrung

Die Speisegesetze dienen nicht dem Körper, sondern der Seele

Von Rabbiner Rothschild

Im 3. Buch Moses 11 lesen wir mehrere Listen, über die Dinge, die wir nicht essen dürfen. Oj! Die Listen sind lang, sogar sehr lang, auch wenn heute nicht mehr alle hebräischen Tiernamen richtig zu verstehen sind. Es bleibt in vielerlei Hinsicht ein Rätsel, warum Juden dieses essen, aber jenes nicht. (Natürlich gibt es viele Juden, die nur jenes essen,...

12.04.2013   Lesen Sie mehr...

ZAW

Das Ego aufs Normalmaß bringen

Auslegung von Rabbiner Sievers

Dieser Schabbat ist ein besonderer Schabbat, denn dieser Schabbat Zaw ist zugleich Schabbat Hagadol, der große Schabbat, der letzte Schabbat vor Pessach.

Es gibt viele Erklärungen für diese besondere Namenswahl. Es könnte sein, dass sich der Name auf die Haftara dieses Schabbats aus dem Text des Propheten Malachi ableitet. Der endet mit den Worten: „Siehe, ich sende Euch den Propheten Elia, bevor eintrifft der...

05.04.2013   Lesen Sie mehr...

WAJAKHEL

In der Ruhe liegt die Kraft

Im Judentum ist die Heiligkeit der Zeit bedeutender als die Heiligkeit des Raumes

Ausleguns von Rabbinerin Ederberg

Der Wochenabschnitt Wajakhel beginnt mit den Worten: »Dann versammelte Mosche die ganze Gemeinde der Kinder Israel«. Der so beiläufig klingende Anfang ist alles andere als selbstverständlich! Denn im vorangehenden haben wir vergangene Woche gelesen, wie das Volk von Gott abfiel. Selbst Mosches Bruder Aharon, der Anführer der...

15.03.2013   Lesen Sie mehr...

KI TISSA

Niemand kennt Gott wirklich

Auslegung von Rabbiner Wolff

Als Moses auf Einladung Gottes auf den Berg Sinai stieg, um sich dort mit Gott zu unterhalten, hatte Gott anfangs eine Mahnung für ihn. Komm ruhig herauf, sagte er ihm, aber du wirst nur meinen Rücken sehen. Denn kein Mensch kann mein Gesicht sehen und noch danach leben. Wir bleiben immer auf einer gewissen Distanz zu Gott. Es ist ja gut, dass wir Juden keinen Teil, keinen Satz und kein Gebot der Torah als wichtiger betrachten als irgend...

08.03.2013   Lesen Sie mehr...

WAJERA

Verhärtung bis zur Ernüchterung

Auslegung von Rabbiner Navon

Wajera, der Tora-Abschnitt dieser Woche, beschäftigt sich mit den Plagen, die G’tt über Ägypten brachte. Besonders interessant erscheint dabei der folgende Vers: „Und Ich werde das Herz Pharaos verhärten, und Ich werde mehren meine Zeichen und Wunder im Lande Mizrajim.“ (Schmot, 7:3).
In unserem Wochenabschnitt versucht Mose nach dem Befehl G‘‘ttes zu erreichen, dass der Pharao das jüdische...

18.01.2013   Lesen Sie mehr...

WAJIGASCH

Tretet näher!

Auslegung von Rabbiner Navon

In unserem Wochenabschnitt für diesen Schabat "Wajigasch" offenbart sich Josef seinen Brüdern: ,,Ich bin Joseph, lebt mein Vater wirklich noch?" (Bereschit 45:3). Aus der vorherigen Erzählung wissen wir, dass Josef weiss, dass sein Vater lebt. Aber Jakob lebt wie der Vater, wenn zwischen den Brüdern die wahre Versöhnung verwirklicht wird. Als einer seiner Söhne von zehn Brüdern in die Sklaverei...

31.12.2012   Lesen Sie mehr...

WAJESCHEW

Israel und Judäa - Josef und Juda

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Aus welcher historischen Situation ist der Tanach hervorgegangen? Richard Elliott Friedman hat in seinem Buch „Wer schrieb die Bibel?“ eine verblüffende Antwort hierauf gegeben: aus dem politischen Desaster der Königreiche „Israel“ und „Judäa“. Ihre verhängnisvolle Machtpolitik war geprägt von allgemeiner Demoralisierung, wiederholtem Rückfall in Götzendienste, Bürger-...

12.12.2012   Lesen Sie mehr...

WAJISCHLACH

Selbstprüfung

Auslegung von Rabbiner Sievers

In unserem heutigen Wochenabschnitt "Wajischlach" nähern wir uns nun unaufhaltsam dem Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen Jakob und seinem Zwillingsbruder Esau. Wir erinnern uns, dass das Verhältnis der beiden nie zum Besten stand. Jakob kam durch fragwürdige Handlungen an das Erstgeburtenrecht seines Bruders Esau, um nicht zu sagen: er erschlich es. Um Esaus Rache zu entkommen, floh Jakob nach Charan zu Laban und...

07.12.2012   Lesen Sie mehr...

TOLDOT

Für alle Felle

Weil Jitzchak zu gutgläubig ist, muss Riwka zur List greifen

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Der Wochenabschnitt Toldot beginnt mit der Beschreibung der Kinder Jitzchaks und endet damit, wie der alte Vater seine Söhne Jakow und Esaw segnet. Die beiden sind Zwillinge. Als Erster kommt Esaw zur Welt, danach Jakow. Der aber hängt sich an dessen Füße, als wolle er der Erste sein. Unsere Weisen vermuten, dass der folgenreiche Bruderzwist...

24.11.2012   Lesen Sie mehr...

CHAJE SARA

Am Brunnen vor dem Tore

Mit Riwkas Einstieg in die Geschichte fängt Abrahams Familie an, sich zum Volk Israel zu entwickeln

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Unser Wochenabschnitt beschreibt den Übergang von einer Generation zur nächsten: Das Leben Sarahs und Abrahams geht zu Ende, und das nächste Paar der Vorfahren des Volkes Israel, Rebekka und Isaak, Riwka und Jitzchak, rücken ins Zentrum des Geschehens.
Abraham ist alt geworden und sorgt sich, wie seine...

18.11.2012   Lesen Sie mehr...

LECH LECHA

Gibt es eine Garantie?

Auslegung von Rabbiner Alter

„Ich werde Euch das Land Israel geben; es wird Dir und Deinen Kindern gehören, ...“ sagt  G“tt im Toraabschnitt für diese Woche zu Awraham persönlich.

Awraham hatte das also nicht aus alten Texten, aus Legenden oder Überlieferun¬gen. Der EWIGE selbst hatte es ihm gesagt und Awraham hatte es gehört.

Awrahams Antwort: Bameh Eyda? Hmmm, wie kann ich mir sicher sein? Gibt es...

04.11.2012   Lesen Sie mehr...

NOAH

Sieben Gesetze

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Im Gespräch mit Christen tue ich mich immer schwer mit den Begriffen „Alter Bund“ für die Juden und „Neuer Bund“ für die Christen. Denn nach jüdischer Auffassung hat Gott nicht nur einen sondern viele Bünde geschlossen. Den ersten mit Adam, den zweiten mit Noah, den dritten mit Abraham. Dann erst kam der Bundesschluss mit dem Volk Israel am Berg Sinai. Dies waren aber nur die ersten...

25.10.2012   Lesen Sie mehr...

SCHABBAT SCHUWA

Feiertage als Seelentherapie

Auslegung von Rabbinerin Klapheck

Bei Worten wie "Sünde" und "Umkehr", "Schuld" und "Vergebung" – schalten viele zu Recht ab. Allzulang ist die Bibel als Vorlage missbraucht worden, den Menschen immer wieder ihre Sündhaftigkeit vorzuwerfen, um sie dann zu einer Umkehr in Demut anzuhalten. Wen spricht das heute noch an? Die geistlichen Fürsprecher der Umkehr leben meist selbst nicht nach den eigenen moralischen...

11.10.2012   Lesen Sie mehr...

SCHOFTIM

Richter und Polizisten

Auslegung von Rabbiner Brandt

Der bekannte Ausspruch Rabbi Chaninas würde heutzutage wohl kaum ein erfolgheischendes politisches Manifest zieren. Denn, so sprach Rabbi Chanina: „Bete für das Wohlergehen der Obrigkeit, denn ohne Respekt vor ihr würden sich die Menschen gegenseitig lebend auffressen.“

Gewiss gibt es Länder und Gesellschaftsformen, die Richter und die Polizisten offensichtlich zu abhängigen Instrumenten bestimmter...

31.08.2012   Lesen Sie mehr...

SCHABBAT NACHAMU

Talmud-Tora - Immer wieder neu

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Mit Worten des Trostes beginnt die Prophetenlesung aus Jesaja 40, die dem nächsten Schabbat seinen Namen gegeben hat: Nachamu.
»Nachamu nachamu ami, jomar eloheichem ...« – »Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott, zu Herzen redet Jerusalem und rufet ihr zu, dass vollendet ist ihre Fron, abgegolten ihre Schuld, weil sie doppelt aus der Hand Gottes für all ihre Übertretungen empfangen...

08.08.2012   Lesen Sie mehr...

TISCHA B'AW

Zurechtweisungen für die nationalen Tragödien

Auslegung von Rabbiner Brandt

Gedämpft, ihrer sprudelnden Freude entblößt, verbreiten die Melodien für diesen Schabat eine vorausschauende Stimmung der Trauer und Betroffenheit. Denn in der nun anbrechenden Woche begeht die Jüdische Gemeinschaft weltweit den Fast- und Trauertag des 9. Av, in der Erinnerung an die Zerstörung der beiden großen Tempel zu Jerusalem in den Jahren 586 vor – und 70 nach unserer Zeitrechnung. Die für diese...

03.08.2012   Lesen Sie mehr...

MATOT MASSEI

Wenn Mädchen schwören

Die Tora regelt genau, wann Väter die Gelübde ihrer Töchter aufheben können

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

Paraschat Matot, dieses Jahr zusammen mit Paraschat Mass’ej gelesen, beginnt mit einem Abschnitt über Gelübde und Schwüre, der von der jüdischen Tradition viel diskutiert und sogar zum Ausgangspunkt eines Traktats im Talmud geworden ist: Masechet Nedarim in der Ordnung Naschim. Der Beginn dieses Abschnitts ist in...

26.07.2012   Lesen Sie mehr...

BEHAR

Schmitta - Zwölf Monate Pause

Wie praktikabel ist das Schabbatjahr? Fragen an eine halachische Institution

Auslegung von Rabbiner Rothschild

Schmitta – ein Schabbat für das Land? Ein Schabbat, der ein ganzes Jahr dauert? Wie kann man sich so etwas vorstellen? Das hört sich mehr als idealistisch an, es klingt naiv und sogar gefährlich. Menschen, die wirklich mit Landwirtschaft zu tun haben, wissen, dass es unmöglich ist, einfach nichts zu tun. Die Tiere müssen...

31.05.2012   Lesen Sie mehr...

EMOR

Die heilige Kunst des Sprechens

Die Tora lehrt, daß wir verantwortungsvoll mit unseren Worten umgehen sollen

Auslegung von Rabbiner Katz

Emor bedeutet „Sag“. Mehrmals in diesem Wochenabschnitt sagt Gott zu Moses, daß er jemandem etwas sagen soll. Am Anfang sollte Moses den Priestern eine wichtige Nachricht überbringen: „Sag den Priestern, den Söhnen Arons, du wirst ihnen sagen, man wird sich nicht um einer Leiche willen unter seinem Volk verunreinigen“....

31.05.2012   Lesen Sie mehr...

WAJAKHEL - PEKUDEJ

Alles ist erleuchtet

Der Bau der Stiftshütte symbolisiert die Erschaffung der Welt

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Die Abschnitte Wajakhel und Pekudej beschreiben den Bau der Stiftshütte. So wie der Tempel das Herz der Welt ist und die Verbindung zu G’tt, ist die Stiftshütte die Verbindung zwischen Himmel und Erde, zwischen Spiritualität und Materie.

Die Welt kann bestehen, weil es den Tempel gibt und dieses Heiligtum das Ziel der Wirklichkeit...

23.03.2012   Lesen Sie mehr...

KI TISSA

Langmut kommt nach dem Fall

Die Geschichte vom Goldenen Kalb: Warum es sinnvoll war, den Ewigen an seine Versprechen zu erinnern

Auslegung von Rabbinerin Ederberg

In Paraschat Ki Tissa lesen wir die Geschichte vom Goldenen Kalb, das nicht nur im Judentum, sondern in der ganzen westlichen Tradition zum Symbol des Götzendienstes geworden ist.
Am Sinai hatte das Volk Israel erklärt: „Alles, was der Ewige gesagt hat, wollen wir tun“ (2. Buch Moses 24,3). Doch schon kurz...

17.03.2012   Lesen Sie mehr...

WAJESCHEW

"Ich suche meine Brüder"

Auslegung von Rabbiner Brandt

Gekleidet in seinem hervorstechenden, gefärbten Streifenmantel, irrte der junge Josef in den Feldern außerhalb der Kanaaniterstadt Sch’chem. Im Auftrag seines Vaters Jakob war er nord-wärts gezogen, um sich nach dem Befinden seiner Brüder und ihrer Herden zu erkundigen. Aber diese waren weitergezogen, und nun stellte sich Josef die Frage, wo er sie nun finden könnte. Da sprach ihn ein Mann an – die Bibel...

12.01.2012   Lesen Sie mehr...

LECH LECHA

Destination Diaspora

Auslegung von Rabbiner Almekias-Siegl

Der Wochenabschnitt Lech Lecha beginnt mit einem Auftrag: G’tt befiehlt Awram, sein Land, seinen Geburtsort Ur Kassdim sowie das Haus seines Vaters zu verlassen und in das Land zu gehen, das G’tt ihm zeigen wird. »Und der Ewige sprach zu Awram: ›Ziehe hinweg aus deinem Lande, von deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde‹« (1. Buch Moses 12,1).
Wir...

12.01.2012   Lesen Sie mehr...
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Meldungen

Voneinander lernen

Die »Woche der Brüderlichkeit« ist ein Beispiel für Verständigung in anfangs aussichtsloser Lage

von Rabbiner Andreas Nachama

Die »Woche der Brüderlichkeit« ist ein Beispiel für Verständigung in anfangs aussichtsloser...

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Portrait Rabbiner Henry Brandt


Paraschat Haschawua

KORACH

Auslegung von Rabbinerin Treiger

Wider den Bösen Blick

An diesem Schabbat wird in der jüdischen Gemeinde zu Delmenhorst die erste Bar Mizwa seit der Schoa gefeiert. Mit der Bar oder Bat Mizwa wird ein Jugendlicher vollwertiges Mitglied der Gemeinde. In den größeren jüdischen Gemeinden ist das schon keine Seltenheit mehr, aber in einer kleinen Gemeinde wie Delmenhorst brauchte es Zeit, um das jüdische Leben wieder...

23.06.2017   Lesen Sie mehr...