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ARK unterstützt jüdische Gemeinden in Polen

Die Allgemeine Rabbinerkonferenz will künftig die jüdischen Gemeinden in Polen unterstützen. Im Anschluss an eine achttägige Reise des Gremiums durch Breslau, Krakau und Warschau erklärte der ARK-Vorsitzende, Rabbiner Henry G. Brandt: „Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass wir unseren jüdischen Schwestern und Brüdern, die direkt vor unserer Tür leben, Hilfestellung leisten müssen.“ Dabei gehe es etwa um die Klärung von Statusfragen zur Gemeindezugehörigkeit.
Brandt betonte: „Der unsägliche Horror der Schoa, der mit dem Namen Auschwitz verbunden ist, bedrückt einen in Polen besonders tief.“ Der Rabbiner bilanzierte nach dem ersten Besuch der ARK überhaupt in Polen: „Wir haben viel über die historischen Zusammenhänge gelernt, aber auch über die Probleme, vor denen die jüdischen Menschen und Gemeinden in Polen heute stehen.“ – Die Union jüdischer Religionsgemeinden in Polen zählt heute um die 8.000 Mitglieder. Daneben gibt es noch weitere Zehntausende Menschen jüdischer Herkunft, von denen sich zunehmend mehr auf ihre jüdischen Wurzeln besinnen.
An der Reise beteiligten sich rund zehn Rabbiner der ARK. Sie trafen sich mit Repräsentanten des heutigen jüdischen Lebens in Polen, darunter Vorstandsmitgliedern der Warschauer Gemeinde und dem dort amtierenden progressiven Rabbiner Stas Wojciechowicz sowie der in Krakau tätigen Rabbinerin Tanya Segal. Weitere Reiseziele waren u.a. die Breslauer „Synagoge zum Weißen Storch“, eine Kranzniederlegung am Ort des einstigen Jüdisch-Theologischen Seminars in Breslau, das Jewish Cultural Center (JCC) in Krakau sowie die progressive Gemeinde „Beit Warszawa“. Breiten Raum nahm auch der Umgang mit der Schoa in Polen ein. Bei einer Gedenkfahrt ins ehemalige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sprachen die Rabbiner mit dem Leiter der Gedenkstätte, Dr. Piotr Cywinski. Darüber hinaus führten sie Informationsgespräche mit Vertretern des „Holocaust Studies Center“ der Universität Krakau und des „Galicija Museum“ im Krakauer Stadtteil Kazimierz sowie des geplanten jüdischen Museums in Warschau. Dabei wurde immer wieder betont, dass über die Geschichte der Vernichtung nicht die Jahrhunderte blühender jüdischer Kultur in Polen sowie heutige Zeichen neuen jüdischen Lebens übersehen werden dürfen.
Die Reise endete mit der Übergabe eines Toraschreins, den die liberale jüdische Gemeinde „Etz Chaim“ in Hannover der liberalen Chawura „Ec Chaim“ innerhalb der jüdischen Gemeinde Warschaus schenkte.

Siehe auch
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/12428/highlight/gabriele&lesser&ARK&Polen
http://www.warschau.diplo.de/Vertretung/warschau/de/AKTUELLES/Tora.html


 kna/ARK

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